Alles über Prostatitis

Fast jeder Mann betroffen einmal in Leben

Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata, die sich manifestiert durch: Schwierigkeiten beim Wasserlassen und schmerzhaften(brennen) Wasserlassen; Harnfrequenz; Fieber; Rückenschmerzen; Schmerzen in den Hoden und im Perineumbereich. Sexuelle Funktionsstörungen können auch auftretten.Einige Männer, die an Prostatitis leiden, können aufgrund der starken Schmerzen, die während der Erektion und der Ejakulation auftreten, kaum eine sexuelle Handlung tätigen.Außerdem können die Medikamente die zur Verringerung der Intensität der Symptome verwendet werden, den sexuellen Appetit verringern.Aus dem Grund dass die Prostata direkt an der Spermienproduktion beteiligt ist, kann Prostatitis sogar zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen, weil die Anzahl und Mobilität der Spermien dadurch verringert wird.

Therapie und Prognose richten sich jeweils nach der Form und den Ursachen der Prostataentzündung.

Der Mann, der an chronischer Prostatitis leidet, kann vor allem wegen Appetitlosigkeit depressiv werden. Studien zeigen, dass etwa 50% der Patienten mit chronischer nicht-bakterieller Prostatitis Symptome haben, die für Depressionen und Angstzustände spezifisch sind.

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Prostatitis Symptome

Prostatitis kann Akute und chronische bakterielle Ursachen haben

-Eine akute Prostatitis wird durch Bakterien verursacht (akute bakterielle Prostatitis). Die Bakterien gelangen entweder über das Blut zur Prostata oder breiten sich von einer bakteriellen Infektion der Blase oder der Harnröhre ausgehend auf die Prostata aus. Eine akute Prostatitis ist meist eine schwere Erkrankung mit starken Schmerzen beim Wasserlassen, sehr oft mit Fieber und Schüttelfrost.

Chronische Prostatitis: Symptome

Prostatitis mit chronischem Verlauf verursacht im Allgemeinen weniger stark ausgeprägte Beschwerden als eine akute Prostataentzündung.Typisch sind bei einer chronischen Prostataentzündung, Symptome wie ein Druckgefühl im Dammbereich oder Unterbauch,sehr oft eine Braunfärbung des Ejakulats durch Blut im Sperma oder Blut im Urin(Hämaturie). Auch Libido- und Potenzstörungen sind bei der chronischen Form häufige Symptome, häufig bedingt durch Schmerzen bei oder nach der Ejakulation. 

 

 

 

Sex ist gesund für unsere Körper

Warum SEX gesund ist

Viele Menschen wissen betreits, dass Sex viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Sex löst bekanntlich Stress ab und reduziert den Blutdruck.Eine in Biological Psychology veröffentlichte Studie schottischer Forscher, an der 24 Frauen und 22 Männer teil genommen haben, zeigt dass Personen die vor dem Kontakt mit potenziell schwierigen Situationen Geschlechtsverkehr hatten, besser auf Stress reagierten als diejenigen, die kein Sex hatten. Eine andere Studie, assoziiert häufige sexuelle Kontakte mit einem niedrigeren diastolischen Blutdruck.Gender stärkt das Immunsystem Ein zweiwöchiger Geschlechtsverkehr war mit einem höheren Immunglobulin A-Spiegel verbunden, einem Antikörper, der den Körper vor Erkältungen und Infektionen schützt. Interessanterweise tritt dieser Effekt nur bei Personen auf, die mit mäßiger Häufigkeit Sex haben. Forscher der Wilkes University führten eine Studie mit 112 Studenten durch. Die Ergebnisse zeigen, dass diejenigen, die ein- oder zweimal pro Woche Sex hatten, einen höheren Immunglobulin-A-Spiegel hatten als die abstinenten oder diejenigen, die mehr als dreimal in der Woche Sex hatten.

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DIE HÄUFIGSTEN KRANKHEITEN DES PROSTATA

Prostatavergrösserung

Die erste häufigste gutartige Erkrankung der Prostata ist die Prostatavergrösserung.Es entsteht fast bei jeder Mann ab 45 Jahre.Die Prostata besteht aus Bindegewebe und hat die Größe einer Kastanie in normale Zustand.Sie befindet sich direkt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre.Mit Hilfe von vielen einzelnen Drüsen und durch Hormone wird hier ein Sekret zu produziert, das beim Samenerguss zusammen mit den Spermien ausgeschieden wird und für deren Beweglichkeit sorgt.

Die Ursache für die gutartige Vergrößerung der Prostata ist bisher nicht abschließend geklärt. Hauptursachen für die Veränderung, ist der Hormonhaushalt, insbesondere von Testosteron und Östrogen, im männlichen Organismus, die sich mit zunehmendem Alter einstellt. Beide Hormone fördern das Wachstum der Prostata.    <<Hier lesen Sie alles über Prostatavergrösserung>> 

Prostataentzündung 

Altersunabhängig kann sich die Prostata entzünden.Es gibt akute und chronische

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Alles über Prostatavergrösserung

Vergrößerte Prostata, Ursachen

Forschern ist es noch nicht gelungen die genaue Ursache der gutartigen Prostatavergrößerung zu klären.Die Ärzte wissen aber dass eine sehr wichtige Rolle, die männliche Hormone spielen. Es gibt Hinweise, dass Dihydrotestosteron, das sich aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron bildet, an der Entstehung der benignen Prostatahyperplasie beteiligt ist.In einer Studie zeigte sich das bei Patienten mit metabolischem Syndrom ein schnelleres Prostatawachstum sich entwickelt.Eine gutartige Vergrößerung der Prostata kann sehr lästig sein, ist aber meist harmlos.

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Prostatavergrösserung Beschwerde

Wenn die Prostata deutlich vergrößert ist, drückt sie auf die Blase und die Harnröhre. Dies kann zu verschiedenen Symptome führen:

  • Der Harndrang ist häufiger und stärker als gewöhnt, besonders  Nachts.
  • Es dauert eine Weile, bis der Urin kommt.
  • Der Harnstrahl ist schwächer und das Wasserlassen dauert länger als früher.
  • Nach dem Wasserlassen, tropft Urin nach und die Blase fühlt sich nicht richtig leer an.

Weil die Prostata sich direkt unterhalb der Blase befindet und einen Teil der Harnröhre umschließt, wenn sie wächst, dann kann sie auf die Blase, die Harnröhre und die Blasenmuskulatur drücken.In diesen Fall Man spürt schon den Harndrang, bevor die Blase überhaupt gefüllt ist, sehr unangenehm.

Harnblasenentleerungsstörung: Betroffene Männer haben Schwierigkeiten, mit dem Wasserlassen zu beginnen. Der Harnstrahl wird schwächer weil eine vergrößerte Prostata die Harnröre einengt und die Urin braucht länger um dadurch zu passieren.Das Wasserlassen dauert dann länger als gewohnt. Es kann auch passieren, dass nach dem Wasserlassen Urin aus der Harnröhre nachtropft.

Wenn ständig Restharn in der Blase zurück bleibt, können sich dort leichter Keime ansiedeln, was das Risiko von Harnwegsinfekten oder Blasensteinen erhöht.Nieren können dadurch beschädigt werden.Ein Drittel der betroffenen Männer leiden sogar zusätzlich unter Erektionsproblemen, oder Schwierigkeiten beim Samenerguss; bei den meisten kommt es zu einer deutlichen Abnahme des Ejakulatvolumens.

Diagnose

Einige der oben genannte Beschwerden können auch als Nebenwirkungen bei verschiedenen Medikamenten einnahme vorkommen, deshalb müssen sie beim Verdacht das sie Prostata Probleme haben zum Urologe.Im Rahmen der körperlichen Untersuchung wird dann die Prostata untersucht. Dazu zieht der Arzt Einweghandschuhe an und tastet die Prostata über den Enddarm mit einem Finger ab, um ihre Größe und Beschaffenheit der Prostata  einzuschätzen (rektale Untersuchung).

Die wichtigste Untersuchung zur Bestimmung der Prostatagröße ist der transrektale Ultraschall. Der Arzt ermittelt dabei die Größe der Prostata, indem er sie durch den Enddarm mit einem Ultraschallgerät untersucht.Auch die Nieren und oberen Harnwege werden mit Ultraschall auf Veränderungen kontrolliert.Die Kosten für,s Ultraschall(etwa 30 Euro) werden meistens von der Krankenkasse nicht übernommen.

PSA Wert:Sehr wichtig ist beim Arzt eine Bestimmung des sogenannten PSA-Wertes im Blut. Verdächtig ist ein erhöhter PSA-Wert. Er kann auf eine Prostatavergrößerung oder Prostatakrebs hinweisen.Kosten etwa 50,00 Euro.

Behandlung 

Bei leichten Formen der benignen Prostatahyperplasie kommen Pflanzenextrakte zum Einsatz. Überwiegend handelt es sich dabei um Arzneimittel mit langer Tradition.Die meisten Präparate werden aus Samen, Rinden, Wurzeln oder Früchten einiger Arzneipflanzen hergestellt. Die größte Rolle spielen dabei Präparate mit den Wirkstoffen des Arzneikürbis, der Sägepalme oder Brennnessel. Häufig eingesetzte Produkte sind die Kürbiskernpräparate aus dem Arzneikürbis, Beispiel: Prostamol Uno, Prostagutt Forte oder Phytosterole/Beta-Sitosterine und Roggenpollenextrakte. Diese Arzneien gelten als nebenwirkungsarm und kommen bei leichten Symptomen infrage.Bitte nehmen Sie keine Medikamente ohne Ärtzliche Untersuchung.

Alpha-Blocker

Alpha-Blocker- Rezeptorblocker (Alfuzosin, Doxazosin, Tamsulosin, Terazosin)sollten in erster Linie bei Patienten eingesetzt werden, die unter den Symptomen des unteren Harntraktes leiden (beispielsweise einem abgeschwächten Harnstrahl, einer erhöhten Restharnmenge), die aber gleichzeitig nur ein geringes Risiko für eine Verschlechterung ihrer Erkrankung haben. Es ist wichtig, dass sich Patienten bei ihrem Arzt ausführlich über mögliche Nebenwirkungen der Arzneien informieren.Die α1-Rezeptorblocker bewirken, dass sich die glatte Muskulatur in der Prostata und am Blasenhals sich entspannt, was die maximale Harnflussrate steigert und Beschwerden gelindert werden. Ein weiterer Vorteil der Alpha-Blocker ist der im Vergleich zu anderen Medikamenten schnelle Wirkungseintritt innerhalb von wenigen Tagen.  Die Betroffenen sollten auch wissen, dass sie diese Medikamente dauerhaft einnehmen müssen.

 

 

 

 

Hygiene: Warum auch frisch gewaschene Handtücher Brutkästen für Bakterien sind

Wie häufig wechseln Sie Ihre Handtücher? Vermutlich viel zu selten, denn Handtücher sind weitaus schmutziger, als man denkt. Das Problem sind dabei nicht die sichtbaren Schmutzspuren, sondern unsichtbare Bakterien. Sie werden im Handtuch wie in einer Falle gesammelt. Vor der reinen Anzahl an Keimen muss allerdings niemand Angst haben. Der Körper ist darauf eingestellt in friedlicher Koexistenz mit einer Unzahl von Mikroben zu leben.

Gefährlich wird es in WC und Badezimmer, weil dort die Hände in Berührung mit Fäkalien kommen. So werden Kolibakterien und Salmonellen auf die Handtücher gebracht. Escherichia Coli gehört zu den häufigsten Verursachern von Infektionskrankheiten. Im dunklen, feucht-warmen Milieu des Badezimmers vermehren sich die Keime dann prächtig weiter.“ Schlafstörungen-Paar Tipps“

Charles Gerba, ein Mikrobiologe an der Universität von Arizona, wies in einer Studie nach, dass fast 90 Prozent der Handtücher mit coliformen Bakterien belastet sind und etwa 14 Prozent sogar mit Escherichia Coli. Die meisten Menschen waschen sich die Hände nicht so gründlich, dass es zu einer desinfizierenden Wirkung kommt. Die Bakterien überleben und werden mit der restlichen Feuchtigkeit in das Handtuch gerieben. „Wenn man sich nach zwei Tagen in dem Handtuch abtrocknet, bekommt man wahrscheinlich mehr Escherichia-Coli-Bakterien ins Gesicht, als wenn man den Kopf in die Toilette steckt“, sagte Charles Gerba der „Time„.        >> So bleibt Ihr Spülmaschine keimfrei >>

Zwei Tage sind genug

Sein Rat: häufiges und gründliches Waschen. Handtücher in Küchen und Badezimmer sollten nach etwa zwei Tagen gewechselt und gewaschen werden. Vor allem dann, wenn kleine Kinder im Haushalt leben. Beginnen die Handtücher zu riechen, hängen sie definitiv schon zu lange.  Auch der Mikrobiologe Philip Tierno von der New Yorker „School of Medicine“ sagt: „Ein Badetuch sollte man höchstens drei Mal benutzten.“ Und das auch nur, wenn es zwischendurch komplett getrocknet wird. Denn: „Ein feuchtes Handtuch fängt an zu leben.“

Bakterien mögen es nicht, wenn das Handtuch zwischendurch trocknet. Wer einen beheizten Handtuchhalter besitzt, ist auf der sicheren Seite. Auf jeden Fall sollte man Handtüchern die Möglichkeit zum Trocknen geben und sie ausgebreitet und nicht zusammengeknüllt aufhängen.

Nur echte 60 Grad helfen

Eine ganz normale Wäsche reicht zur Reinigung nicht aus. Eine Waschtemperatur von 30 oder 40 Grad macht den Bakterien kaum etwas aus. Man sollte auch daran denken, dass die meisten Maschinen aus Gründen des Stromverbrauchs tatsächlich mit geringerer Temperatur waschen, als auf dem Programm steht. Die Stiftung Warentest wies schon vor Jahren nach, wie die Hersteller tricksen. Statt der eingestellten 60 Grad waschen sie nur mit 50 oder 45 Grad. Im Test erreicht keine von 14 Maschinen tatsächlich 60 Grad. „Echte“ 60 Grad sollten es für Handtücher und Unterwäsche schon sein. Der Schnellwaschgang arbeitet meist tatsächlich mit der angegebenen Temperatur. Kochwaschgang und desinfizierende Waschmittel wirken stärker, sind im Alltag allerdings nicht nötig. Man sollte das angehängte Handtuch auch nicht allzu lange in der Schmutzwäsche liegen lassen, denn auch dort gedeihen die Keime weiter.

Handtücher-Sharing

Auch bei einem belasteten Handtuch wird es nicht sofort zu einer Infektion kommen. Doch wer regelmäßig „reife“ Handtücher benutzt, wird sie irgendwann auch dann benutzen, wenn er kleine Verletzungen oder Hautabschürfungen an der Hand hat. Und dann steigt die Infektionsgefahr. Und natürlich steigt die Gefahr auch, wenn man mit den Keimen anderer Menschen in Berührung kommt. Ein Ein-Personen-Haushalt ist geschützter, als eine Wohnung in der verschiedene Personen, die Handtücher benutzen. Vor dem Handtücher-Sharing warnt Hygiene-Professor Philip Tierno eindringlich: „Wenn das Handtuch mit anderen geteilt wird, kommt man auch in Kontakt mit Organismen, die der Körper nicht verträgt. Davon kann man Furunkel, Pickel oder sogar Infektionen bekommen.

Quelle: stern.de

Zigarettenwerbung: „Jede Zigarette ist schädlich, deshalb brauchen wir ein Tabakwerbeverbot“

Deutschland ist das einzige Land in der EU, in dem Werbung für Tabak und Zigaretten noch erlaubt ist. Doch das könnte sich womöglich bald ändern – der Ruf nach einem Werbeverbot wird immer lauter. Im Internet, Rundfunk und Fernsehen sowie in Zeitschriften ist Werbung für Tabakerzeugnisse bereits verboten. Auf Außenflächen wie beispielsweise Plakatwänden oder Litfasssäulen jedoch ist sie noch erlaubt, ebenso wie im Kino nach 18 Uhr.

Mehr als 50.000 Menschen haben sich in einer Petition, die an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), übergeben wurde, für ein komplettes Tabakwerbeverbot ausgesprochen. Auch politisch kommt Bewegung in die festgefahrene Diskussion. Die Fachpolitiker der Union im Bundestag einigten sich weitgehend darauf, dass die bestehenden Beschränkungen auch auf Außenwerbung ausgeweitet werden sollen. Bislang hatten die Unionsparteien das – vor allem unter dem früheren Fraktionschef Volker Kauder – strikt abgelehnt.

Experten fordern seit Jahren, Tabak-Reklame zu unterbinden.

 

Im stern-Interview erklärt Psychologe und Suchtforscher Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung Nord in Kiel, warum Tabakwerbung vor allem für Jugendliche gefährlich ist, was aus seiner Sicht für ein komplettes Verbot von Tabakwerbung spricht und warum auch E-Zigaretten und Shishas keineswegs harmlos sind.

Suchtforscher : „Zigarettenwerbung kommt bei Jugendlichen gut an“

Herr Hanewinkel, Sie haben viel zur Wirkung von Tabakwerbung geforscht und setzen sich seit langem für ein Verbot ein. Hat Werbung für Zigaretten tatsächlich eine so starke Wirkung?

Über einen längeren Zeitraum haben wir Jugendliche verfolgt und geschaut, wer zu rauchen beginnt. Das ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Freundeskreis, der Persönlichkeit oder eben der Werbung. Wir haben mehreren tausend Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, Werbebilder vorgelegt und sie gefragt, wie oft sie die Werbung schon gesehen haben und ob sie die Marke kennen. Den Markennamen hatten wir vorher digital entfernt. Zweieinhalb Jahre später hatten Jugendliche, die viele Werbungen gesehen und erkannt hatten, ein deutlich höheres Risiko, mit dem Rauchen zu beginnen.

Welche Merkmale machen Zigarettenwerbung so attraktiv?

Viele Jugendliche beginnen in der Pubertät zu rauchen – in einer Phase, in der sie unsicher sind und sich von den Eltern lösen wollen. Die Werbebilder suggerieren Unabhängigkeit, Erwachsensein, Selbstständigkeit, Geselligkeit, die Models sind sexy. Die Zigarettenwerbung sagt durch die Blume: Wenn du zum Glimmstengel greifst, bist du erwachsen, unabhängig, erfolgreich und sexy. Das kommt in dieser Phase natürlich gut an.

Werden Jugendliche nicht eher durch Altersgenossen oder Familienmitglieder zum Rauchen verführt als durch Werbung?

Ob man zu rauchen beginnt, hängt unter anderem davon ab, wie alt jemand ist, welchen Schultyp er besucht oder zu welcher sozialen Schicht das Elternhaus gehört. Da spielt auch das Rauchverhalten der Eltern und Freunde eine Rolle. In unseren Untersuchungen sind die stärksten Faktoren die Risikobereitschaft der Jugendlichen und der Einfluss des Freundeskreises. Wenn ich mich in einer Gruppe bewege, in der Rauchen normal ist, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich auch damit anfange. An Gymnasien wird deutlich seltener geraucht als an anderen Schulen. Es bleibt aber auch der Einfluss der Medien übrig – nicht als einziger Faktor, aber zusammen mit anderen Faktoren hat Werbung eine große Wirkung, wenn es um das Rauchen geht.

Die Gefahren von Nikotin sind mittlerweile hinreichend bekannt, auch in Schulen wird darüber aufgeklärt

Es gibt tolle Erfolge bei der Aufklärung. Aber zu dem Rückgang der Raucherzahlen haben auch maßgeblich die Nichtraucherschutzgesetze beigetragen. Die Preise sind deutlich gestiegen, das Alter, ab dem man Zigaretten kaufen kann, wurde von 16 auf 18 Jahre hochgesetzt, auch die Rauchverbote wurden als Erstes an Schulen durchgesetzt. Es gibt allerdings auch neue Produkte, die auf den Markt drängen – zum Beispiel die Shisha. Da gibt es noch erhebliche Fehlwahrnehmungen.

Wenn ich in Schulen unterwegs bin, höre ich oft: Bei der Shisha wird der Rauch durch das Wasser gefiltert. Das stimmt aber nicht, sondern durch das Abkühlen habe ich weniger Reizung beim Rauchen, weniger Husten, man kann tiefer inhalieren. Eigentlich ist das der gegenteilige Effekt. Dort und auch bei den neuen E-Zigaretten ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

Würden Sie also auch für ein Werbeverbot für E-Zigaretten plädieren?

Bei unserer Untersuchung hat sich gezeigt, dass Jugendliche, die viel Werbung für E-Zigaretten gesehen haben, auch eher anfangen, E-Zigaretten zu dampfen. Und nicht nur das: Sie konsumieren auch häufiger andere Nikotinprodukte. Jugendliche, die das eine Produkt ausprobieren, rauchen auch das andere. Und da für E-Zigaretten damit geworben wird, dass sie weniger Schadstoffe enthalten, denkt sich auch der Gymnasiast eher: Das kann ich doch auch mal probieren. Untersuchungen legen nahe, dass man im weiteren Lebenslauf oft auf konventionelle Zigaretten umsteigt, wenn man zunächst E-Zigaretten geraucht hat. Am Anfang sind es noch die sozialen Faktoren wie der Freundeskreis, die eine Rolle spielen, aber irgendwann ist man abhängig vom Nikotin.

Die Richtlinien für Tabakwerbung sind schon relativ streng. Doch während Tabak der Kampf angesagt wird, ist zum Beispiel Werbung für Alkohol allgegenwärtig. Und bei Fußballübertragungen werden ständig Werbespots für Wettanbieter eingeblendet. Sollte dort auch über ein Verbot nachgedacht werden?

Bei Alkoholwerbung laufen Sie bei mir offene Türen ein. Zum Beispiel passen Sport und Alkohol für mich überhaupt nicht zusammen. Warum muss die Arena auf Schalke Veltins-Arena heißen? Diese Kombination finde ich befremdlich. Daher befürworte ich Werbeeinschränkungen beispielsweise für den Sportbereich. Einen großen Unterschied gibt es jedoch zum Rauchen: Jede Zigarette ist schädlich. Das Rauchen fügt erwiesenermaßen dem Körper den meisten Schaden zu. Beim Alkohol haben geringere Mengen im erwachsenen Alter in der Regel keine schädlichen Auswirkungen.

Deutschland ist das einzige EU-Land, das Zigarettenwerbung noch erlaubt. Warum ist das so?

Gute Lobbyarbeit der Tabakindustrie – anders lässt sich das nicht erklären. Vor allem einzelne Personen in der CDU/CSU haben das Vorhaben gebremst. Selbst die Kanzlerin ist für ein Verbot gewesen, es gab bereits einen Gesetzentwurf in der letzten Legislaturperiode, der im Bundestag aber nicht verabschiedet wurde. SPD, Grüne und auch weite Teile der CDU unterstützen das Tabakwerbeverbot.

Für wie wahrscheinlich halten Sie ein Werbeverbot?

Ich hoffe, dass es diesmal tatsächlich kommt. Ich befürchte allerdings, dass man sich lediglich auf den veralteten Text des WHO-Tabakrahmenübereinkommens zurückzieht, in dem es nur um klassischen Tabak geht. Das könnte für die E-Zigaretten ein Schlupfloch sein. Insgesamt bin ich aber optimistisch, dass jetzt, wo die Diskussion wieder aufgeflammt ist und sich auch die CDU bewegt, etwas passieren kann.

Quelle  stern.de

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Hilfe für Ihr Herz

Kardiologen konstatieren: Deutschland hat Herz-Kreislauf, und dennoch leben Menschen mit Herzerkrankungen laut Deutschem Herzbericht ungesünder als noch vor fünf Jahren. Ein Experte erklärt, was man für ein gesundes Herz tun sollte.

Alzheimer-Symptome erkennen-so können Sie vorsorgen

Was ist Alzheimer ?

Alzheimer ist eigentlich die häufigste Form der Demenz und kommt meist bei Personen über dem 65 Lebensjahr vor. Alzheimer ist sozusagen eine typische Alterskrankheit.Bei Patienten mit Alzheimer, werden Nervenzellen und deren Verbindungen abgebaut, wodurch es zu Gedächtnis-, Sprach- und Orientierungsstörungen kommen kann.Forscher haben bei Alzheimer-Patienten, Eiweißablagerungen im Gehirn (die sogenannte Amyloid-Plaques) entdeckt, die mit der Entstehung von Alzheimer zusammenhängen.

Viele Fälle von Demenz bei über 65-Jährigen, werden ausgelöst durch Hirnverletzungen, Geschwülste oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Gifte wie z.B. Alkohol oder Drogen etwa 10 Prozent.Diese Form der Demenz ist leichter zu behandeln und hat gute Aussichten zu Heilung.Die andere 90 Prozent der Fälle haben eine Neurodegenerative(Nervenzellen) und Vaskuläre(Blutgefäße) Erkrankung in Hintergrund.Diese Form der Alzheimer ist leider nach aktuellen Stand der Forschung nicht heilbar.

Alzheimer Symptome

Die Symptome der gefürchteten Hirnerkrankung sind nach wie vor,  Vergesslichkeit oder zeitlichen Orientierungsproblemen.Dies verstärkt sich natürlich im Krankheitsverlauf, generell in Form immer größeren Defiziten von geistigen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten.

Aber Vorsicht: Vergesslichkeit im höheren Alter oder das alles ein bisschen langsamer geht (der Einkauf im Supermarkt, oder  die Pflege des Gartens, z.Beispiel ,das ist ganz normal.Das Alter bringt es auch mit sich, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns abnimmt. Ältere Menschen brauchen mehr Zeit, um was Neues zu lernen oder sich an Altes zu erinnern.Konzentriert zu bleiben, fällt ebenso schwerer, wie verschiedene Dinge im Alltag gleichzeitig zu erledigen. Auch das ist ganz normal und kein Symptom der Alzheimer-Krankheit.

Verlauf der Alzheimer-Demenz Krankheit

Alle ersten Veränderungen im Gehirn können sogar schon bis zu 20 Jahre vor den ersten Alzheimer-Symptomen auftreten.Die Ursachen hierfür sind bisher nicht eindeutig geklärt und noch in der Forschung. Bei den meisten Betroffenen verschlechtert sich der Zustand schleichend und langsam.Es kann aber auch vorkommen, dass die Krankheit scheinbar akut beginnt oder einen wechselhaften Verlauf mit Verschlechterungen und Verbesserungen nimmt.

Unsere Angaben hier können keine professionelle Einschätzungen von Ärzten  ersetzen. Konsultieren Sie bitte bei individuellen gesundheitlichen Fragen, immer einen niedergelassenen Haus- oder Facharzt.

Kommt jetzt die Impfpflicht? Berliner FDP legt nach Warnung der WHO Antrag vor

Neue Diskussion über Impfungen: Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO mit der Warnung für Aufsehen sorgte, dass Impfgegner eines der größten Gesundheitsrisiken der Welt seien, beschäftigt sich nun die Berliner Opposition im Abgeordnetenhaus mit dem Thema Impflicht. Demnach sollen die Parlamentarier im Februar darüber abstimmen, ob es in der Hauptstadt zukünftig eine Impfpflicht geben soll. Das berichtet der „Tagesspiegel“.

In Frankreich und Italien müssen Kinder

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So können Sie bis ins Alter geistig fit bleiben

Jeden Tag bilden sich im Gehirn neue Nervenzellen – vermutlich bis ins hohe Alter hinein. Sie helfen dabei, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Um diesen Prozess zu fördern, lässt sich einiges tun.

Viele Senioren unterschätzen die geistige Gesundheit und beklagen sich häufig über körperliche Beschwerden. Dabei ist es doch unser Geist, der uns zusammenhält und ein Leben erst lebenswert macht. Die Angst vor Altersdemenz ist allgegenwärtig und so mancher Senior wünscht sich einen Alterungsprozess ohne Gedächtnisverlust oder

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Stress im Alltag: Das führt Eltern in den Burnout

Wer unter Dauerstrom steht, läuft Gefahr einen Burnout zu erleiden. Doch nicht nur der Job kann Ursache dafür sein. Immer mehr Menschen brennen durch die familiäre Belastung aus. Warum das so ist und wozu das führen kann, erklären Experten.

 Burnout ist ein Phänomen, das statistisch gesehen besonders häufig Menschen in den klassischen Sozialberufen wie der Alten- oder Krankenpflege, Ärzte oder Sozialarbeiter betrifft. Allerdings nicht nur dort. Auch die Belastung durch die Familie kann zum Burnout führen.



Das kann kein Zufall sein: „Diese Berufe wie auch das Elternsein haben mit Beziehung zu tun“, sagt Stefan Baier, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut aus Offenbach. Sie tragen eine hohe Verantwortung Menschen gegenüber, stehen häufig unter Dauerstress und Leistungsdruck und erleben menschliche Extremsituationen. Ein technischer Auftrag kann notfalls auch einen Tag später erledigt werden. Für Menschen Verantwortung zu übernehmen, die abhängig und bedürftig seien, lasse sich hingegen oft nicht aufschieben, sagt Baier.

Dass das Elternsein zur Bürde wird, erleben laut Experten in Folge dessen immer mehr Männer und Frauen. Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen, schätzt Matthias Burisch, Diplom-Psychologe und Leiter des Burnout Instituts Norddeutschland. Neben körperlichen Symptomen wie starker Erschöpfung oder nachlassender Konzentrationsfähigkeit spielen bei manchem Herz und Magen plötzlich verrückt.

Quelle: rp-online.de

Schlaf-Forschung: Socken im Bett haben nur Vorteile – auch beim Sex


Kalte Füße im Bett sind nicht nur unangenehm, sie verhindern auch gesunden Schlaf. Doch wie schafft man Abhilfe? Mehrere Studien sagen übereinstimmend: An Socken führt kein Weg vorbei. Außerdem machen sie unser Liebesleben erfüllter.

Die Erfolgsgeschichte der Socken im Bett führt in ungeahnte Dimensionen: zu unserem Sexualleben. Eine Studie der Universität Groningen zeigte vor einigen Jahren, dass Paare, die beim Liebesspiel Socken trugen, sicherer einen Orgasmus (zu 80 Prozent) bekamen als liebende Barfußindianer (nur zu 50 Prozent). Bei warmen Füßen weiteten sich auch alle anderen Blutgefäße und optimierte sich die Durchblutung im Unterleib. Socken, so folgerten die Forscher, hätten jedoch auch eine emotionale Komponente: Frauen empfänden mit ihnen das Gefühl von Geborgenheit, sie bekämen keine „kalten Füße“ davor, sich fallen zu lassen, „und konnten das Unterbewusstsein zugunsten des Höhepunkts die Kontrolle über den Körper übernehmen lassen“.

Ebenso heilsam ist es zu wissen, dass Menschen, die an den Füßen frieren, schneller Erkältungen bekommen. Wenn sich das Blut zurückzieht, dann betrifft das auch die Schleimhäute in der Nase, sie werden schlechter durchblutet, werden rissig und geben ideale Eintrittspforten für Viren ab. Deshalb sollten Schlafzimmer zwar kühl (zwischen 16 und 19 Grad Celsius), aber nicht kalt und vor eisiger Außenluft geschützt sein – die verträgt die Nase nämlich auch nicht.

Quelle:rp.online



Masern auf dem Vormarsch: WHO warnt: Impfgegner sind ein größes Risiko

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm. Die Zahl der Masernfälle habe in den vergangenen Jahren weltweit um 30 Prozent zugenommen. Ein Grund dafür sei die wachsende Zahl der Impfgegner in Industrienationen und in Ländern der arabischen Welt, so die WHO. Daher hat die Organisation die Impfgegner zu einem der zehn größten Gesundheitsrisiken der Welt erklärt. Damit stehen die Verweigerer nun wie Ebola, Luftverschmutzung oder Antibiotikaresistenz auf der Liste. Durch Impfen könnten jährlich zwischen zwei und drei Millionen Menschen weniger an Krankheiten sterben, so die WHO. Weitere 1,5 Millionen Menschen könnten gerettet werden, wenn sie überhaupt Zugang zu Impfstoffen hätten.

In Deutschland gab es 2017 rund 1000 Masernfälle. Ein Mensch starb, rund 40 Prozent der Erkrankten mussten stationär behandelt werden. Eigentlich lautete das Ziel in Deutschland, die Masern bis 2020 komplett auszurotten. Dieses Ziel wird deutlich verfehlt.

Impfgegner und das Masern-Gerücht

Um Masernausbrüche zu verhindern, müssten rund 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. In Deutschland wird diese Quote in einigen Regionen und bei einigen Altersgruppen nicht erreicht. Unter Impfgegner hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es sich bei Masern nur um eine unproblematische Kinderkrankheit handelt. Dabei sind Masern sehr virulent, die Übertragbarkeit zwischen Menschen ist leicht. Außerdem kann es zu schweren Komplikationen wie die Masernenzephalithis oder die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) kommen.

Impfgegner fürchten Impfschäden. Dieses Gerücht wurde durch eine scharf kritisierte, fehlerhafte Studie untermauert, die einen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfungen hergestellt hatte. Dem Arzt, der diese falsche Behauptung in die Welt schickte, wurde inzwischen die Arbeitserlaubnis entzogen.

Stammzellenforschung: Diabetes-Durchbruch: Warum sich 420 Millionen Zuckerkranke freuen dürfen

Nierenversagen, Erblindung, Herzinfarkt, Schlaganfall. Die Liste der Folgeerkrankungen von Diabetes ließe sich problemlos verlängern. Auf 825 Milliarden US-Dollar schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Gesundheitskosten, die jedes Jahr im Zusammenhang mit der Volkskrankheit verursacht werden. Auch deshalb forschen Wissenschaftler weltweit seit vielen Jahren fieberhaft an Technologien, die neue Ansätzen für Therapien ermöglichen. Einem Team des Instituts für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA) in Wien ist laut einem aktuellen Bericht im Fachmagazin „Nature“ nun etwas Bahnbrechendes gelungen.

Bessere Behandlungen für Krebs und Diabetes

Die Wissenschaftler schafften es zum ersten Mal, menschliche Blutgefäße aus Stammzellen im Labor zu entwickeln. Warum ist das wichtig? Blutgefäßerkrankungen wie Diabetes können damit ab sofort direkt an menschlichem Gewebe untersucht werden, heißt es in dem Bericht der Wissenschaftler. Wie sich Blutgefäße verändern und damit teils schwere Folgeerkrankungen verursachen, wurde bisher nur an Tieren erforscht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich Experten zufolge aber nicht immer auf den Menschen übertragen.

„Mit der Entwicklung dieser Blutgefäß-Organoide haben wir ein wichtiges Modellsystem für die Biomedizin geschaffen“, sagt Josef Penninger, Gründungsdirektor des IMBA und Letztautor der Studie. Es sei nun möglich, die Ursachen eines breiten Spektrums von Gefäßkrankheiten wie Diabetes und Schlaganfall bis hin zu Krebs noch gezielter zu erforschen und hoffentlich neue Behandlungen zu entwickeln, so Penninger.

Bahnbrechende Technologie, die Leben retten kann

Kapillaren, die kleinsten und feinsten Blutgefäße im Körper, haben einen Durchmesser von wenigen Mikrometern. Ihre Aufgabe ist lebenswichtig. Sie versorgen jede einzelne Zelle des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen. Im Fall von Diabetes ist die Membran um die Kapillare massiv vergrößert, was die Sauerstoffzufuhr im Gewebe stark einschränkt. Im Labor kann genau dieser Prozess nun „nachgespielt“ werden. Eine bahnbrechende Technologie, die vielen Diabetes-Patienten das Leben erleichtern oder gar retten kann.

Schlafstörungen? Hier paar Tipps für eine erholsamere Nacht

Schlafstörungen sind auf dem Vormarsch: Die Zahl der Menschen in Deutschland, die schlecht ein- oder durchschlafen können, nimmt zu. Das zeigen Zahlen der DAK-Gesundheit. Seit 2010 sei die Zahl der Berufstätigen mit Schlafstörungen um 66 Prozent angestiegen. Unter besonders schweren Schlafstörungen leidet demnach jeder zehnte Arbeitnehmer – ein Anstieg von 60 Prozent seit 2010.

Schlafstörungen können unterschiedliche Ursachen haben – von Umgebungslärm in der Nacht über Stress am Arbeitsplatz oder in der Familie bis hin zu einem generell falschen Umgang mit Schlaf.

Essen und Trinken können den Schlaf ebenso beeinflussen. Möglicherweise hilft es auch, die Lebensgewohnheiten ein klein wenig umzustellen oder das Schlafzimmer mal umzuräumen – schließlich soll die Nacht erholsam sein und nicht ein Anlass, sich zu ärgern.

Kaffee und Cola sowie schwarzer oder grüner Tee machen wach. Denn Koffein und Teein stimulieren Herz und Kreislauf. Bei empfindlichen Menschen sogar bis zu 14 Stunden lang. Möglicherweise gehören Sie zu diesen Menschen. Probieren Sie, auf diese Getränke ab mittags zu verzichten.

Wein und Bier stören den Traumschlaf

Alkohol wird von manchen als Einschlafhilfe geschätzt. Denn zwei Gläser Bier oder Wein entspannen und machen müde. Doch Vorsicht: Erstens kann Alkohol süchtig machen, wenn er zum regelmäßigen Begleiter wird. Zweitens verkürzt er bestimmte Schlafphasen, die sogenannten REM-Phasen. Das ist die Zeit der bunten Traumbilder. Weil Alkohol diese Phase stört, wachen die Betroffenen eher in der Nacht auf, besonders in der zweiten Hälfte der Nacht. Dann können viele nicht mehr einschlafen.

Zigaretten fördern den Schlaf ebenfalls nicht. Denn Nikotin wirkt wie ein Aufputschmittel fürs Gehirn. Deshalb stört es den Schlaf. Wollen Sie die stimulierende Wirkung des Nikotins vermeiden, sollten Sie drei, vier Stunden vor dem Zubettgehen mit dem Rauchen aufhören. Zudem verursacht Tabak Lungenschäden. Wer nicht gut atmen kann, kann auch nicht gut schlafen.

Nachts naschen gar nicht gut

Ein voller Magen lässt Sie nicht nur schlecht träumen, sondern auch schlecht schlafen. Am besten, Sie essen drei Stunden vor dem Zubettgehen keine größeren Mengen mehr. Dasselbe gilt auch für das Trinken. Sonst sind Ihr Magen und Ihr Darm schwer beschäftigt, das lässt den Schlaf unruhiger und oberflächlicher werden. Haben Sie schon geschlafen und sind mitten in der Nacht aufgewacht, sollten Sie erst recht nichts essen. Denn der Körper gewöhnt sich an die Naschereien, bald weckt er Sie regelmäßig und treibt Sie immer wieder zum Kühlschrank.

Sport und Bewegung sind gesund. Aber nicht direkt vor dem Schlafengehen. Denn starke Anstrengung aktiviert das sogenannte sympathische Nervensystem. Dieses Geflecht steuert im gesamten Körper diejenigen Regelkreise, die den Organismus in Leistungsbereitschaft versetzen: Es regt den Stoffwechsel an und beschleunigt den Puls. Bis das Nervensystem wieder heruntergefahren ist, vergehen einige Stunden. Auspowern sollten Sie sich tagsüber: Das verlängert die Tiefschlafanteile und verbessert den Schlaf.

Relaxen Sie vor dem Einschlafen

Besser ist, Sie lassen den Tag langsam ausklingen. Gönnen Sie sich zwei Stunden vor dem Zubettgehen Ruhe, sowohl körperlich als auch geistig. Falls Sie Sorgen haben oder Sie schwere Gedanken umtreiben: Vielleicht hilft es Ihnen, die Nöte in ein Tagebuch zu schreiben. Das unterstützt dabei, die belastenden Probleme zu verarbeiten und für die Nacht zu verbannen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Deshalb helfen Schlafrituale. Damit können Sie Ihren Körper auf den Schlummer einstimmen. Im Prinzip ist es egal, welches Ritual Sie wählen, Hauptsache, Sie befolgen es regelmäßig vor dem Einschlafen. Manche hören Musik, andere machen immer den gleichen Spaziergang. Oder Sie putzen die Zähne, schließen die Wohnungstür ab, löschen das Licht – immer in derselben Reihenfolge. Das Ritual sollte nicht länger als 30 Minuten dauern.

Schauen Sie nicht auf den Wecker!

Falls Sie nachts aufwachen, sollten Sie nicht auf den Wecker schauen. Denn der Blick auf die Uhr löst meist gedankliche und körperliche Reaktionen aus, die den Schlaf behindern. Drehen Sie Ihren Wecker einfach so, dass Sie ihn nachts nicht sehen können. Schalten Sie auch keine helle Lampe ein: Licht aktiviert unsere innere Uhr und macht wach. Dann kommen Sie ganz aus dem Schlafrhythmus heraus. Wenn Sie Licht brauchen, nutzen Sie eine schummrige Beleuchtung.

In Ihrem Schlafzimmer sollten Sie sich richtig wohl fühlen. Achten Sie auf die richtige Temperatur: 16 bis 18 Grad Celsius gelten als optimal. Nachts sollte es in dem Zimmer richtig dunkel sein. Falls Ihnen eine Straßenlaterne hineinscheint: Besorgen Sie sich Licht schluckende Gardinen. Räumen Sie, soweit möglich, Lärmquellen aus dem Weg. Idealerweise sollte das Zimmer nur für die Nacht da sein und nicht als Arbeitszimmer oder Abstellkammer dienen.

Schlaf und Sex sind schlaffördernd

Wenn möglich, benutzen Sie das Bett nur zum Schlafen – und beim Sex, wenn Sie wollen. Schauen Sie nicht fern, essen, lesen, grübeln, streiten und telefonieren Sie nicht im Bett! Sonst verbinden Sie die Schlafstätte unbewusst mit aktiven Tätigkeiten – das kann den Schlaf stören. Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind.

Können Sie nicht einschlafen, bleiben Sie nicht wach im Bett liegen und wälzen sich genervt hin und her. Stehen Sie lieber auf und gehen in einen anderen Raum. Tun Sie etwas Langweiliges, zum Beispiel ruhige Musik hören. Legen Sie sich erst wieder hin, wenn Sie sich richtig schläfrig fühlen. Wenn Sie dann immer noch nicht einschlafen können, wiederholen Sie das Ganze. Stehen Sie morgens aber trotzdem immer zur gleichen Zeit auf, möglichst auch am Wochenende und im Urlaub.

Nickerchen am Tag verhindern den Schlaf in der Nacht. Sie sind dann abends nicht müde genug, um gut ein- und durchschlafen zu können. Besonders tückisch ist ein Schläfchen vor dem Fernseher oder mit dem abendlichen Buch in der Hand: Das bringt Ihren Schlafrhythmus ziemlich durcheinander.

Quelle:stern.de

Gesunde Ernährung:Wie Wissenschaftler die Welt retten wollen

37 Ernährungs- und Wirtschaftsexperten aus 16 Ländernfanden  und beschäftigten sich drei Jahre lang mit einer der spannendsten Fragen unserer Zeit. „Kann die gesamte Menschheit gesund ernährt werden, ohne dabei die Umwelt weiter zu zerstören?“

Ernährung muss sich drastisch ändern

Um es vorweg zu nehmen: Das Forscherteam glaubt daran, dass die im Jahr 2050 auf der Erde lebenden Menschen – man rechnet mit ca. zehn Milliarden – gesund ernährt werden können. Und zwar ohne dabei das ökologische System aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Menschheit müsse sich dafür aber massiv anstrengen, vor allem, wenn es um das Essen geht, stellen die Wissenschaftler im Fachblatt The Lancet fest. Dort veröffentlichten sie jetzt die Ergebnisse ihres Projekts.

„Die Ernährung der Weltbevölkerung muss sich drastisch ändern“, sagt Walter Willet von der Harvard University, einer der beiden Vorsitzenden der Kommission. Er kritisiert vor allem, dass die durchaus positive Entwicklung immer wieder durch den übertriebenen Konsum von Kalorien, Zucker und anderen ungesunden Lebensmitteln aufgehalten wird.

43 Gramm Fleisch pro Tag

Die Wissenschaftler brechen ihre Forderungen auf zwei Kernpunkte herunter. Sie fordern zum einen, den Konsum einiger Lebensmittel wie Rindfleisch und Zucker zu halbieren. Gesunde Produkte wie Obst und Gemüse sollte dagegen doppelt so viel verzehrt werden, wie bisher. Ein täglicher Speiseplan könnte ihrer Meinung nach wie folgt aussehen:

  • je 7 Gramm Schweine- und Rind- oder Lammfleisch
  • 29 Gramm Geflügel
  • 28 Gramm Fisch
  • 13 Gramm Eier
  • 30 Gramm Zucker (zusätzlich)
  • 550 Gram Obst und Gemüse
  • 230 Gramm Vollkornprodukte (z.B. Reis)
  • 125 Gramm Linsen, Nüsse und Erbsen
  • 250 Gramm Milchprodukte
  • 50 Gramm Öle und Fette

Wissenschaftler fordern: „Friss die Hälfte“

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ähnlichen Mengen, wobei die Zahlen – insbesondere beim Fleisch – letztlich nur zeigen sollen, dass ein Schinkenbrötchen zum Frühstück, drei Schweinemedaillons in der Mittagspause und ein Salamibrot am Abend des Guten zu viel sind. Aktuell verdrückt jeder Deutsche pro Woche mehr als ein Kilogramm Fleisch – das ist doppelt so viel wie die Forscher empfehlen. Doch wie sollen die Menschen bekehrt werden? Das Team um Walter Willet hat fünf Strategien entwickelt.

Fünf Strategien, um die Welt zu verbessern

  1. Die Werbung für ungesunde Lebensmittel muss drastisch eingeschränkt und die Lebensmittelpreise an die entstehenden Umweltkosten angepasst werden.
  2. Die Menge der Lebensmittel, die bei der Produktion verlorengehen oder weggeschmissen werden, muss halbiert werden.
  3. Die Ernteerträge müssen erhöht werden zum Beispiel mit trockenresistenten Pflanzen.
  4. Die fortschreitende Umwandlung der Natur in Ackerland muss gestoppt werden.
  5. Kleine und mittelständische Betriebe müssen von der Politik mehr unterstützt werden.

Schünemann: „Menschheit lässt sich nicht umerziehen“

Die formulierten Ansätze sind größtenteils nicht neu. „Das Team hat die vielen Aspekte des Themas aber gut gebündelt und einfach dargestellt“, lobt Franziska Schünemann vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Sie bezweifelt allerdings, dass die Menschheit sich zu einer anderen Ernährungsweise umerziehen lässt. „Ernährung ist eine sehr, sehr emotionale Sache“, sagt die Wissenschaftlerin.

Quelle:stern.de