Diagnose auf einem Blick: Was das Gesicht über Krankheiten verrät

„Du siehst heute irgendwie krank aus“ – man könnte über diese Bemerkung von Freunden und Bekannten verärgert sein, suggeriert sie doch, dass man nicht besonders vorteilhaft aussieht. Oder sie ernst nehmen. Denn schwedische Wissenschaftler haben in einer neuen Studie herausgefunden,  dass wir zuverlässig in der Lage sind, zu erkennen, ob eine andere Person krank ist oder nicht.

Während sich andere Spezies vor allem auf ihren Geruchssinn verlassen – Hunde können etwa Krebserkrankungen mit ihrer feinen Nase diagnostizieren -, genügt bei uns ein aufmerksamer Blick ins Gesicht. „Wir können subtile Hinweise in der Haut, den Augen und dem Mund deuten“, sagt John Axelsson vom Karolinska Institute, einer der Co-Autoren der Studie, die in den „Proceedings of the Royal Society B“ veröffentlicht wurde.

Menschen erkennen Kranke zuverlässig

Für ihr Experiment spritzte das Team um Axelsson in zwei Sitzungen 16 Probanden – acht Männern, acht Frauen – einmal ein Placebo, das andere Mal ein Molekül von Bakterien. Weil das Immunsystem nicht weiß, dass es sich bei letzterem um eine harmlose Substanz handelt, dreht es auf, die Folge sind typische Krankheitssymptome. Die Wissenschaftler fotografierten die Teilnehmer zehn Minuten und zwei Stunden nach der Injektion, zu diesem Zeitpunkt gaben die Testpersonen an, sich unwohl zu fühlen.

+++ Lesen Sie hier: Wie lange sind Erkältete ansteckend? +++

Anschließend wurden die Bilder 60 Studenten gezeigt, die einschätzen sollten, ob die gezeigte Person krank ist oder nicht. Dabei wurden die unterschiedlichen Bilder derselben Person niemals direkt hintereinander gezeigt. Von den insgesamt 2945 Bewertungen schätzten die Studenten 41 Prozent der Gesichter als krank ein – richtig sind eigentlich 50 Prozent. Von diesen 1215 „Krank-Bewertungen“ waren allerdings 775 richtig und 440 falsch. Die Testpersonen erkannten demnach 81 Prozent der Erkrankten, ein Ergebnis weit oberhalb der Ratewahrscheinlichkeit.Jahresrückblick 2017 Krankheiten 20.45

Vorteil für die Gesellschaft

Anschließend wollten die Wissenschaftler herausfinden, woran die Studenten die Kranken von den Gesunden unterscheiden konnten. In einer zweiten Runde stellte sich heraus, dass bestimmte Krankheitsmerkmale im Gesicht Indizien sind – etwa blasse Lippen, eine helle Gesichtsfarbe, hängende Mundwinkel, Schwellungen oder gerötete Augen. Bei bekannten Gesichtern (etwa engen Freunden oder Familienmitgliedern) liege die Trefferquote sogar noch höher, so die Wissenschaftler.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Indem man Krankheiten bereits im Frühstadium erkennt, kann man das Infektionsrisiko senken. Wenn erst Symptome wie Schniefen oder Husten auftreten, ist es bereits zu spät. „Wir halten deshalb nach diesen ersten Anzeichen Ausschau“, sagt Axelsson der „Washington Post“. In einem weiteren Experiment will das Team um Axelsson herausfinden, ob Ärzte und Medizinpersonal geübter sind, Kranke bloß anhand des Gesichts zu erkennen – oder ob sie nicht besser abschneiden als die zufällig ausgewählten Studenten.

Fitness-Studie 17.50

Psychische Erkrankung: In einem Tweet erklärt: Warum Depressionen oft anders aussehen als man denkt

In Europa erkrankt jeder Vierte einmal im Leben an einer Depression. Viele Betroffene wollen sich selbst nicht eingestehen, dass sie an einer ernsthaften psychischen Krankheit leiden. Gerade in solchen Situationen ist es entscheidend, Hilfe von Freunden oder Familienangehörigen zu bekommen. Doch selbst für das nächste Umfeld ist es oft schwierig, die Anzeichen richtig zu deuten und die Depression zu erkennen – auch weil viele Menschen immer noch eine falsche Vorstellung von der Krankheit haben.

Eine Userin auf Twitter hat sich genau damit beschäftigt: Wie sieht eine Depression eigentlich aus? In ihrem Tweet, der auf dem Kurznachrichtendienst große Aufmerksamkeit bekommt, erklärt sie, dass Depressionen sich oft anders zeigen als es die meisten Menschen erwarten würden. Tweet Depression

Anzeichen von Depressionen rechtzeitig erkennen

„Depression heißt nicht immer ‚Ich werde mich umbringen'“, schreibt die Nutzerin, die sich auf Twitter „Shyy.Marie“ nennt. „Manchmal bedeutet es ‚Ich habe den ganzen Tag im Bett verbracht und nicht geduscht‘, ‚Ich bin nicht zur Arbeit gegangen, weil ich schlafen wollte‘, ‚Warum sollte ich etwas fertigmachen?‘, ‚Ich bin nicht hungrig‘ oder ‚Ich kann nicht aufhören zu essen‘.“ „Shyy.Marie“ ruft dazu auf, sich um die Freunde zu kümmern, die oft einfach tollpatschig, faul oder etwas dämlich („goofy“) wirken: „Das sind diejenigen, die es gut verstecken.“

Depression Studie Partnerschaft Familie 21.40hMaries Tweet wurde fast 60.000 Mal retweetet und 176.000 Mal geliket – eine riesige Resonanz, wenn man bedenkt, dass sie normalerweise nur 360 Follower hat. Viele andere User erkennen sich darin wieder und ergänzen ihre Liste um weitere Punkte. „Genauso habe ich mich in den vergangenen Jahren gefühlt“, schreibt ein Nutzer. Viele der Betroffenen hätten in solchen Situationen gar keine engen Freunde mehr, weil sie alle „aus ihrem Leben vergrault“ hätten, antwortete jemand auf den Tweet.

„Die Leute denken, dass du okay bist, sie geben dir nie die Chance zu reden, irgendwann platzt du und dann bist du schuld“, beschreibt eine Userin ihre Erfahrungen. Ein weiterer User weist darauf hin, dass besonders Personen, die ohnehin eine zurückhaltende Persönlichkeit haben, gefährdet seien, da es niemandem auffalle, wenn sie sich noch weiter zurückziehen.

„Shyy.Marie“ freut sich über die große Reichweite ihres Tweets. Sie möchte, dass Betroffene und deren Freunde die Symptome rechtzeitig erkennen: „Es wird leichter, wenn man es akzeptiert.“

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung – die Nummer lautet 116 111.

Depression

Mythen im Check: Verdauungsschnaps und giftiger Spinat: Diese Ernährungsmythen dürfen Sie ruhig vergessen

Essen am Abend macht dick, der Tomatenstrunk ist giftig, und nur dunkles Brot ist gesund. Mythen rund ums Essen gibt es viele – stimmen müssen sie deswegen aber noch lange nicht. „Grund für Ernährungsmythen sind oft Unsicherheiten, zum Beispiel bei der Frage, ob man Käserinde mitessen darf“, meint Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. Manche Legenden haben aber auch einen wahren Kern. Wir erklären, was es mit häufigen Empfehlungen auf sich hat.

Mythos 1: Dunkles Brot ist gesünder als helles Brot.

Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). „Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte.“ Aber: Nicht jedes dunkle oder körnige Brot oder Brötchen ist auch ein Vollkornprodukt. „Brötchen kann man auch mit Malzextrakt dunkel und mit Sonnenblumenkernen körnig machen“, sagt Silke Restemeyer.

Mythos 2: Spinat darf man nicht aufwärmen.

Das stimmt so nicht. Denn diese Ernährungsregel ist sehr alt. „Sie stammt noch aus Zeiten, in denn es keinen Kühlschrank gab“, sagt Monika Bischoff, Vorstandsmitglied im Berufsverband Oecotrophologie. Das Problem sei nicht das zweite Aufwärmen, sondern das langsame Abkühlen: Kühlt gekochter Spinat nur langsam ab, wandeln Bakterien im mittleren Temperaturbereich ungefährliches Nitrat in schädliches Nitrit um.

Mythos 3: Der grüne Tomatenstrunk ist giftig.

Die grünen Stellen an der Tomate enthalten Solanin. „Dieses Gift dient der Pflanze zur Abwehr von Schädlingen“, erklärt Seitz. Bei Menschen können Vergiftungserscheinungen wie Kopf- und Bauchschmerzen auftreten, wenn sie sehr viel Solanin aufnehmen. Dafür müsste ein Erwachsener aber eine sehr große Menge unreifer Tomaten oder Strünke essen.

Mythos 4: Kaffee entzieht dem Körper Wasser.

„Es schadet zwar nicht, zu einer Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken, notwendig ist es aber nicht“, sagt Restemeyer. Denn Kaffee werde wie alle anderen Getränke in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen. Insgesamt sollte ein körperlich wenig aktiver Erwachsener bei mitteleuropäischen Temperaturen pro Tag etwa 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Mythos 5: In der Schale von Obst und Gemüse stecken die meisten Vitamine.

Das stimmt. Die meisten Vitamine und sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sitzen bei Obst und Gemüse direkt in oder unter der Schale, erklärt Restemeyer. „Deshalb ist es wichtig, Obst und Gemüse mit Schale zu genießen.“ Der Vorteil überwiege die gesundheitliche Gefährdung durch mögliche Pestizide in der Schale.

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Mythos 6: Superfoods machen fit und beugen Krankheiten vor.

Stimmt nur teilweise. „Sogenanntes Superfood sind Lebensmittel mit besonders vielen Nährstoffen“, erklärt Monika Bischoff. Eine offizielle Definition des Begriffs gebe es aber nicht. Ob ein Lebensmittel wirklich fit macht und Krankheiten vorbeugen kann, hänge vom jeweiligen Produkt ab. „Heimisches Superfood wie zum Beispiel Kohl ist gesund und macht fit“, sagt sie. Von exotischen Lebensmitteln wie Chiasamen oder Acaipulver rät sie dagegen ab.

Mythos 7: Gefrorenes Essen verdirbt nicht.

Stimmt so nicht. „Einfrieren ist eine empfehlenswerte Methode, um Lebensmittel mittel- bis langfristig aufzubewahren“, sagt Silke Restemeyer. Durch das Lagern bei Temperaturen von minus 18 Grad blieben Nährstoffe, Geschmack und das Aussehen weitestgehend erhalten. Mit der Zeit fänden aber trotzdem Abbauprozesse statt. Sie sorgen dafür, dass die Lebensmittel irgendwann nicht mehr gut schmecken. Silke Restemeyer rät: „Wer die Verpackung direkt mit Einfrierdatum, Menge und Inhalt beschriftet, behält einen besseren Überblick über seinen Vorrat.“

Mythos 8: Käserinde darf man nicht mitessen.

Käserinde 10.14Kommt drauf an. Entscheidend ist, wie die Rinde entstanden ist. „Natürlich gereifte sowie unbehandelte Käserinden sind essbar und geben wie etwa bei Edelschimmelkäse ein besonderes Aroma“, erklärt Seitz. Künstliche Käserinden aus Wachs oder Kunststoff seien dagegen nicht zum Verzehr geeignet. „In diesem Fall muss ein Hinweis auf der Verpackung stehen.“

Mythos 9: Abends essen macht dick.

„Wer zu viele Kalorien zu sich nimmt, nimmt zu. Wer zu wenig Kalorien zu sich nimmt, nimmt ab“, sagt Monika Bischoff. Für Gesunde in einer normalen Gewichtsgruppe sei es irrelevant, wann sie das Essen einnehmen. „Wer abnehmen möchte, kann aber trotzdem ausprobieren, abends auf das Essen zu verzichten“, sagt die Ökotrophologin. Vielen Menschen falle es leichter, am Abend auf eine Mahlzeit zu verzichten als zum Beispiel auf das Frühstück.

Mythos 10: Ein Schnaps nach dem Essen hilft der Verdauung.

Das stimmt nicht, sagt Restemeyer. Alkohol rege zwar die Magensäureproduktion an, könne möglicherweise ein Enzym zur Eiweißverdauung im Magen stimulieren und habe eine betäubende Wirkung auf die Magennerven. „Er hilft aber nicht bei der Fettverdauung.“ Vielmehr spalte der Verdauungstrakt vor dem Fett erst einmal den Alkohol auf, weil er auf diese Weise einfacher Energie gewinnt. „Durchsetzt mit Schnaps wird fettreiche Kost also eher langsamer verdaut.“

Superfood 22.00

Der richtige Umgang mit Stress

Stress erhöht die Leistungsfähigkeit-macht aber auf Dauer krank

Stress gehört mittlerweile in unsere Zeit, zum alltäglichen Leben.Eigentlich steigert er die Leistungsfähigkeit und ist also ein positives Phänomen.Dauerhafter Stress kann aber den Alltag zur Qual machen – und der Mensch wird krank.Am Arbeitsplatz ist man öfter besonderes betroffen, denn dort befindet man sich häufiger in Stresssituationen.Eine Studie der Techniker Krankenkasse von 2013, hat heraugefunden das  fast 70% aller Erwerbstätigen in Deutschland betroffen sind.

Wie reagiert der Körper bei Stress

Wird der menschliche Organismus Stress ausgesetzt, so reagiert er darauf, indem er seine Leistung maximiert: z.B der Blutzuckerspiegel wird erhöht,damit dem Gehirn mehr Energie zugeführt wird, Blutdruck und Herzschlag steigen und die Muskeln werden auf eventuelle Anstrengungen vorbereitet. Dieser Zustand kann aber folgende Symptome mit sich bringen:

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Diese „Psycho-Tricks“ helfen beim Abnehmen

Im Grunde wissen wir alle, wie das Abnehmen funktioniert. Und doch ist das überhaupt nicht einfach – denn, überall lauern Fallstricke im Alltag. Uwe Felten verrät Ihnen paar Tricks, mit denen das Ganze leichter funktioniert.

1) Mit Minze können Sie ihre Geschmacksnerven austricksen. Zähneputzen, zuckerfreie Minzpastillen oder einfach Pfefferminz-Tee vermindern schnell und kalorienfrei Heißhunger auf Süßes.

2) Gehen Sie nie, niemals, unter keinen Umständen, hungrig in einen Supermarkt. Ein leerer Magen will zu allem greifen, was an Hochkalorischem in den Regalen liegt.

3) Sie müssen Stress und Frust vermeiden, bzw. lassen Sie es, wenn möglich, gar nicht erst so weit kommen. Denn erwiesenermaßen führen diese negativen Gefühle zu Fressattacken. Also entspannen Sie sich im Falle eines Falles. Machen Sie Sport, gehen Sie zu Freunden – tun Sie sich etwas Gutes (aber nicht den Großgriff ins Süßigkeitenregal).

4) Wir wissen es alle: Gewohnheiten abzulegen ist wirklich schwierig. Und strikte Verbote wirken meist nicht. Also machen Sie schlechte Gewohnheiten – zum Beispiel Chips und Kekse vor dem Fernseher – zu guten Gewohnheiten: also Gemüse und Obst vor dem TV snacken.

5) Einmal angefangen müssen Sie immer alles aufessen? Dann helfen Sie sich selbst ein bisschen und kaufen doch statt der 100-Gramm-Tafel Schokolade einen 30 Gramm schweren hochwertigen Riegel. Und den genießen Sie dann bewusst.

6) Das Hirn lässt sich bei Heißhunger-Attacken leicht ablenken: Ballen Sie beispielsweise Ihre Hände zu Fäusten und zählen Sie bis 50. Wiederholen Sie die Prozedur zehn Mal – danach solltedie Attacke vorbei sein.

7) Portionieren Sie. Nehmen Sie sich aus der Chips- oder Nusstüte etwa eine große Hand voll und packen Sie die Tüte dann weg. Liegt die Tüte die ganze Zeit vor Ihnen, ist die Gefahr des „Leeressens“ groß.

8) Essen Sie langsam. Denn das Sättigungsgefühl setzt erst nach rund 20 Minuten ein. Fastfood- oder Kantinenessen dauern im Schnitt elf bzw 13 Minuten. In den neun oder sieben Minuten dazwischen isst man oft weiter, obwohl es eigentlich nicht mehr nötig wäre.

Quelle: rp.online.de

Vollkorn und Verdauungsschnaps – Mythen rund ums Essen

Ist dunkles Brot gesünder als helles? Und darf man Spinat wirklich nicht aufwärmen? Manche Ernährungsmythen halten sich über Generationen, unabhängig vom Wahrheitsgehalt. Welche Regeln sind längst überholt – und welche haben doch ihre Berechtigung?

Warum Impf-Risiken verschwiegen werden

Wichtige Impfungen können schwere Nebenwirkungen haben – doch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert darüber nicht immer. Kritische Äußerungen über Impfungen seien tabu, sagt Gesundheitsforscherin Ingrid Mühlhauser.

Gesundes Hausmittel: Das beste Rezept für eine Hühnersuppe gegen Erkältung

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört stundenlang gekochte Hühnersuppe zu den klassischen „Kraftsuppen“. Der jüdische Arzt Maimonides empfahl im 12. Jahrhundert die Hühnerbrühe bei Atemwegserkrankungen und verwies dabei auf griechische Quellen. In Europa diente die „Wochensuppe“ zur Stärkung junger Mütter. Und in den USA ist sie als „jewish penicillin“ bekannt.

Hirschhausen TeaserIn einer Studie aus dem Jahr 2000 der Universität von Nebraska, USA, konnte im Labor beobachtet werden, dass Hühnersuppe die Beweglichkeit bestimmter Blutkörperchen verlangsamt – das lässt typische Erkältungssymptome zurückgehen, so schwellen etwa die Schleimhäute eher ab. Außerdem enthält Hühnerfleisch Zink und die Aminosäure Cystein, beide Stoffe unterstützen das Immunsystem.

Die ausgekochten Mineralien aus dem ganzen Huhn, aber auch aus dem Gemüse – typischerweise Wurzelgemüse –, wirken stärkend. Durch die heiße Flüssigkeit werden Verschleimungen leichter gelöst, auch sind Schnupfenviren hitzeempfindlich. Die heiße Suppe dämmt ihre Vermehrung, innerlich – vielleicht aber auch äußerlich durch das Einatmen des Dampfes.

Zutaten für eine klassische Hühnersuppe:

1 Suppenhuhn (ca, 1,5 kg)

Ca. 3-4 Liter kaltes Wasser

1 Esslöffel Essig

3 Zwiebeln

3 Möhren

½ Knollensellerie, alternativ Stangensellerie

1-2 Stange Lauch

Extra Suppengemüse als Einlage

1 Bund Petersilie

10 schwarze Pfefferkörner

2 Lorbeerblätter

3-4 Gewürznelken

Je 1/2 Teelöffel Thymian, Bohnenkraut, Liebstöckel

Ingwer nach Geschmack

Salz

Zubereitung:

Huhn außen und innen gründlich waschen. Zwiebeln pellen und mit Nelken spicken. Restliches Gemüse putzen und grob zerteilen. Petersilie von Stängeln zupfen. Stängel grob hacken. Huhn in einen Topf geben, großzügig mit Wasser bedecken, langsam erhitzen, einmal aufkochen. Schaum abschöpfen. Gemüse und Gewürze dazugeben.

Mit leicht geöffnetem Deckel zwei Stunden sanft köcheln lassen (nicht kochen!). Huhn und Gemüse müssen immer mit Wasser bedeckt sein. Huhn herausnehmen, abkühlen lassen, Fleisch abzupfen. Gerippe („Karkasse“) zurück in den Topf geben und möglichst zwei Stunden weiter köcheln lassen. Durch ein Haarsieb abseihen. Gemüse für Einlage in Würfel schneiden, bissfest kochen. Mit Fleisch in die Suppe geben. Mit gehackter Petersilie servieren.

Was wirklich gegen Erkältungen… Schluss mit Mythen (2069753)

Experiment mit Studenten : Wie krummes Sitzen am Schreibtisch die Haltung verbessert

Der Vorschlag eines US-Forscherteams von der San Francisco State University klingt zunächst absurd: Die Wissenschaftler aus Kalifornien empfehlen Menschen, die regelmäßig und lange vor einem Bildschirm hocken, mehrmals täglich 30 Sekunden lang bewusst übertrieben krumm zu sitzen. Sie glauben, dass damit gezielt das Bewusstsein dafür geschärft werden kann, was ungesunde Haltung für den Körper bedeutet.

Studenten klagen über Schmerzen

Im US-Journal „Biofeedback“ erklärt Erik Peper, Mitautor der Studie: „Wenn die Körperposition hoch und aufgerichtet ist, kann die Rückenmuskulatur problemlos das Gewicht von Kopf und Hals tragen.“ Das seien etwa 5,4 Kilogramm. „Neigt man den Kopf dagegen um 45 Grad nach vorn, vervielfältigt sich die Belastung, weil der Hals zu einer Art Hebel wird“, so Peper weiter. In ihrer Studie sollten sich 87 Studenten zunächst aufrecht hinsetzen und den Kopf zu beiden Seiten drehen. Danach sollten sie das Gleiche mit nach vorn geneigtem Kopf wiederholen. Das Ergebnis: 92 Prozent konnten ihren Kopf schlechter drehen als zuvor. 

In einem zweiten Versuch verharrten 125 Studenten 30 Sekunden in der „ungesunden“ Haltung mit vorgebeugtem Kopf. 98 Prozent berichteten danach über diffuse Schmerzen im Kopf, im Nacken oder in den Augen. Von ständigen Ermahnungen, gerade zu sitzen, halten die Wissenschaftler nichts. „Experimente, die eine Wirkung deutlich machen, sind viel hilfreicher für eine gute Haltung“, heißt es in dem Artikel weiter.

Krumme Haltung: Absichtlich übertrieben

Peper ist überzeugt davon, dass jeder sehr schnell etwas gegen seine schlechte Haltung am Schreibtisch tun kann. „Wir empfehlen, absichtlich wiederholt und übertrieben in die krumme Haltung zu gehen, um die Aufmerksamkeit für eine gute Haltung zu steigern.“

In Deutschland sitzen täglich mehrere Millionen Berufstätige im Büro vor einem Bildschirm. Insbesondere in Großstädten arbeitet mittlerweile fast jeder Zweite am Schreibtisch. Laut aktuellem DKV-Report 2018 – „Wie gesund lebt Deutschland?“ sitzen knapp 30 Prozent der Deutschen täglich vier Stunden und mehr an ihrem Arbeitsplatz. 

Müde 8.46

Verbraucherzentrale warnt: Gefährliche Zweitverwertung: Warum Eierkartons sofort in den Müll gehören

Der Gedanke, den leeren Eierkarton auf dem Wochenmarkt ein weiteres Mal zu befüllen, ist klug und löblich. Insbesondere aus ökologischer Sicht. Das findet auch die Verbraucherzentrale Berlin – rät aber aus einem ganz anderen Grund dringend vom mehrfachen Befüllen von Eierkartons ab. „Die Kartons bestehen zumeist aus Pappe und lassen sich nicht ausreichend reinigen, sodass beispielsweise Kotreste der Hühner daran haften bleiben“, warnt die Verbraucherzentrale gegenüber dem Onlineportal t-online.de. Dies könne dazu führen, dass die frischen Eier mit Keimen und Krankheitserregern verunreinigt werden. 

In einer von t-online.de durchgeführten Umfrage gaben von knapp 25.000 Befragten, 80 Prozent an, gekaufte Eierkartons mehrfach zu verwenden. Nur jeder fünfte hat das demnach noch nie getan.

Verbraucherzentrale: „Sofort in den Müll!“

Insbesondere für Kinderhände, aber auch für ältere Menschen, können verunreinigte Eierkartons Gift sein. Ihre Immunabwehr ist möglicherweise schwächer ausgeprägt. Damit sind sie anfälliger für Durchfallerkrankungen, wie sie beispielsweise durch Salmonellen verursacht werden. Auch Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen sind häufige Symptome der sogenannten Salmonellose. „Werfen Sie die Eierkartons nach einmaligem Gebrauch sofort in die Mülltonne“, empfiehlt deshalb die Verbraucherzentrale und schiebt eine weitere wichtige Regel nach: „Nach dem Verarbeiten von Eiern sollten immer gründlich die Hände gewaschen werden. Auch Kochutensilien, die mit den Eiern in Kontakt waren, sollten mit heißem Wasser abgespült werden.“ Nur so kann vermieden werden, dass gefährliche Keime auf andere Lebensmittel – und letztlich auch in den Körper gelangen.

Eier gehören in Deutschland zu den beliebtesten Lebensmitteln. Laut einer Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2017 bei 230 Eiern. Das klingt viel. Gemeint sind hier aber nicht nur die beliebten Frühstückseier, sondern auch Eier, die zum Beispiel in Nudeln oder Backwaren verarbeitet wurden. Insgesamt wurden demnach gigantische 19 Milliarden Eier verbraucht. 

Rückruf von Eiern wegen Salmonellen

Seltenes Phänomen: Frau erhält Spenderlunge und erkrankt an der Erdnuss-Allergie des Spenders

Eine Spenderlunge war die einzige Rettung für eine 53-jährige US-Amerikanerin. Die Frau hatte aufgrund einer Stoffwechselkrankheit ein Lungenemphysem entwickelt. Bei der Krankheit sind die kleinen Lungenbläschen überdehnt oder zerstört – Patienten leiden unter Atemnot und sind kaum belastbar. Die Frau bekam den linken Lungenflügel eines Spenders transplantiert und erholte sich rasch. Zwei Wochen nach dem Eingriff aß sie ein Erdnussbutter-Sandwich mit Marmelade. Der Snack kostete ihr fast das Leben. Was war geschehen?

Die Frau entwickelte durch das Erdnussbutter-Sandwich eine schwere allergische Reaktion und bekam kaum noch Luft. Das war merkwürdig, denn in der Vergangenheit hatte die Patientin Erdnüsse stets gut vertragen, berichtet ein Ärzteteam in dem Fachblatt „Transplantation Proceedings„. Das Team um den Mediziner Mazen Odish von der Universität San Diego, Kalifornien, kam schließlich der möglichen Ursache der Allergie auf die Spur: Tatsächlich hatte der 22-jährige Organspender an einer Erdnuss-Allergie gelitten – und diese offenbar mit der Lunge auf die Frau übertragen.

Allergien nach Organspenden sind extrem selten

Lungenkrebs_10.30Mazen Odish behandelte die Frau und spricht von einem „äußerst seltenen“ Phänomen. Neben diesem Fall gebe es nur fünf weitere Patienten, die nach einer Lungentransplantation mit ähnlichen Beschwerden zu kämpfen hatten. Im Blut der 53-jährigen konnten die Ärzte zwar keine für eine Allergie typischen Antikörper nachweisen. Das lag aber möglicherweise an den Medikamenten, die die Frau einnahm: Sie unterdrückten das Immunsystem und sollten verhindern, dass der Körper den Lungenflügel abstößt. Ein Allergietest auf der Haut lieferte dagegen ein eindeutiges Ergebnis: Die Frau reagierte fortan allergisch auf Erdnüsse.

Wie genau die Allergie auf die Frau übertragen werden konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Das seltene Phänomen kann jedoch auch bei anderen Spenderorganen auftreten, unter anderem bei Herzen und Nieren. Am häufigsten wurde es bislang nach Lebertransplantationen beobachtet. Möglicherweise werden mit dem Spenderorgan allergietypische Antikörper (Immunglobuline E) oder bestimmte Zellen der Immunabwehr übertragen, die beim Organempfänger zu allergischen Reaktionen führen können. 

Spielen Medikamente eine Rolle?

Andere Studien deuten eher in Richtung bestimmter Medikamente. Demnach entwickeln Organempfänger unter dem Medikament Tacrolimus häufiger allergische Beschwerden. Tacrolimus unterdrückt das Immunsystem und kommt nach Organtransplantationen und bei Autoimmunerkrankungen zum Einsatz. Nach Informationen des Portals „LiveScience“ soll auch die 53-jährige Patientin damit behandelt worden sein.

Der Fall der Patientin zeige, dass Lebensmittelallergien des Spenders eine Rolle bei der Nachbetreuung von Organempfänger spielen können, schreibt das Ärzteteam in dem Fachblatt. 

Der 53-jährigen Frau sei geraten worden, auf Erdnüsse und weitere Schalenfrüchte zu verzichten. Ob die Allergie ein Leben lang bestehen bleibt, ist unklar, so Odish. Die Frau soll sich in Zukunft regelmäßig testen lassen. In diesem speziellen Fall sei es durchaus möglich, dass die Allergie wieder von selbst verschwinde.

Erdnussallergie 8.00

Lebt man gesünder, wenn man nur Bio isst?

Menschen, die Öko-Lebensmittel essen, erkranken laut einer neuen Studie seltener an Brustkrebs und Lymphomen. Forscher diskutieren nun den Einfluss von Pestiziden. Doch wer sich beim Essen vor Krebs schützen will, sollte an anderer Stelle ansetzen.

Die Pille ist alles andere als harmlos

Sie ist und bleibt das beliebteste Verhütungsmittel: die Pille. Über ihre Nebenwirkungen, psychische wie körperliche, sehen dabei viele Frauen hinweg. Dabei können sie gravierend sein – gerade bei jenen, die sie jahrelang einnehmen.

Muskeln wie Aquaman: Trainer verrät: Mit diesem Training bekommt man einen Superhelden-Körper

Zugegeben: Ein Hänfling war Jason Momoa noch nie. Der heute 39-Jährige wurde einem großem Publikum bekannt als Reiterkönig in der ersten Staffel der Fantasyserie „Game of Thrones“. Das war 2011, und schon damals konnte sich sein Bizeps durchaus sehen lassen. Nun ist Momoa als Aquaman im gleichnamigen Kinofilm zu sehen. Um glaubwürdig einen Superhelden zu verkörpern, musste er aber noch eine Schippe drauflegen, sprich: die Oberarme mussten größer, die Beine stärker, das Sixpack definierter werden. Das gelang dem hawaiianischen Schauspieler mit Hilfe des erfahrenen Trainers Mark Wright, der zuvor schon Henry Cavill („Superman“) in Bestform brachte. Wie Momoas Trainings- und Ernährungsplan aussah, verriet Twight dem Männermagazin „Men’s Health“.

Kein Bier für Superhelden

Um auszusehen wie ein Superheld braucht es zwei Dinge: einen guten Trainingsplan und viel eisernen Willen in puncto Ernährung. Twights genereller Tipp: „Du musst wissen was, wann und wie viel du isst. Und noch wichtiger, wie es sich auf dich auswirkt. Sei sensibel. Hinterfrag alles. Übernimm Verantwortung. Fühlst du dich in deiner jetzigen Verfassung nicht wohl, bist du die Ursache. Denn du hast es gemacht. Und dann mach es anders.“

Ansonsten rät er: „Reduziere die Kalorienzufuhr. Iss Kohlenhydrate vor und nach dem Training, ansonsten sind sie verboten.“ Das gelte vor allem für Alkohol. Eine Herausforderung für Momoa, der bekanntlich die Biermarke Guiness liebt. So sehr, dass er sogar ein eigenes Bier im Guiness-Lineup hat. Doch Bier, Wein und Cocktails sind echte Dickmacher. 

Anstrengung ohne Hunger

Beim körperlichen Training setzt Twight auf einen Mix aus Ganzkörperbewegungen, vor allem Klettern, und Isolationsübungen wie Gewichtheben. Es gehe um extrem anstrengende Übungen, welche den Stoffwechsel auch nach dem Training für ein paar Stunden hoch halten, aber dennoch kurz genug sind, dass der Appetit nicht zu sehr angeregt wird.CC Starrz Fitness Kind Instagram_11.20

Twight rät, die wichtigsten Muskelgruppen abwechselnd zu trainieren. Rücken, Bizeps und Unterarm sollten im Fitnessstudio nicht bis zur totalen Ermüdung belastet werden, wenn man am nächsten Tag wieder Klettern will. Stattdessen solle man den Rücken und den Bizeps nach dem Klettern so stark wie möglich reizen. Auf diese Weise kann man sich an anderen Tagen auf Brust, Schultern und Beine fokussieren, so Twight. Dennoch rät er: „Nimm die Workouts nicht zu ernst. Und sorge dafür, dass sie anstrengend sind.“ Sein Motto: „Es muss nicht lustig sein, um Spaß zu haben.“

Drei Beispielübungen, mit denen Momoa zu Aquaman wurde, inklusive Videos finden Sie auf der Website von „Men’s Health“

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