Pflege für trockene Haut:Bodymilk oder Bodylotion

Im Winter leiden viele Menschen unter trockener Haut. Körperpflege-Produkte wie Bodylotion und Bodymilk sollen die Haut feucht und geschmeidig halten.Bodymilk und Bodylotion sind in Winter unverzichtbar.Viele wissen aber nicht das nicht jedes Produkt für jeden Hauttyp geeignet ist.

Bei Symptomen wie rauer Haut, Jucken oder Schuppen sollte man eine reichhaltigere Körperpflege auftragen, aber welche ist besser?

Bodymilk

Wer mehr Hautfeuchtigkeit braucht sollte Bodymilk verwenden.Eine

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Mehr Billigflüge ab Düsseldorf: Über Ostern starten täglich 18 Maschinen Richtung Mallorca

So viele Flüge wie nie zuvor sind in den Osterferien am Airport Düsseldorf zu erwarten.
Die Fluglärmkritiker sind erbost, die Passagiere profitieren vom hohen Angebot.

Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Danach stieg bundesweit die Zahl der rund um die Osterferien angebotenen Verbindungen um 6,9 Prozent bundesweit, in Düsseldorf sind es 16 Prozent, in Berlin-Tegel, einem früher ebenfalls zentralen Standort von Air Berlin, sogar 23 Prozent.

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Kommt jetzt die Impfpflicht? Berliner FDP legt nach Warnung der WHO Antrag vor

Neue Diskussion über Impfungen: Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO mit der Warnung für Aufsehen sorgte, dass Impfgegner eines der größten Gesundheitsrisiken der Welt seien, beschäftigt sich nun die Berliner Opposition im Abgeordnetenhaus mit dem Thema Impflicht. Demnach sollen die Parlamentarier im Februar darüber abstimmen, ob es in der Hauptstadt zukünftig eine Impfpflicht geben soll. Das berichtet der „Tagesspiegel“.

In Frankreich und Italien müssen Kinder

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So können Sie bis ins Alter geistig fit bleiben

Jeden Tag bilden sich im Gehirn neue Nervenzellen – vermutlich bis ins hohe Alter hinein. Sie helfen dabei, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Um diesen Prozess zu fördern, lässt sich einiges tun.

Viele Senioren unterschätzen die geistige Gesundheit und beklagen sich häufig über körperliche Beschwerden. Dabei ist es doch unser Geist, der uns zusammenhält und ein Leben erst lebenswert macht. Die Angst vor Altersdemenz ist allgegenwärtig und so mancher Senior wünscht sich einen Alterungsprozess ohne Gedächtnisverlust oder

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Stress im Alltag: Das führt Eltern in den Burnout

Wer unter Dauerstrom steht, läuft Gefahr einen Burnout zu erleiden. Doch nicht nur der Job kann Ursache dafür sein. Immer mehr Menschen brennen durch die familiäre Belastung aus. Warum das so ist und wozu das führen kann, erklären Experten.

 Burnout ist ein Phänomen, das statistisch gesehen besonders häufig Menschen in den klassischen Sozialberufen wie der Alten- oder Krankenpflege, Ärzte oder Sozialarbeiter betrifft. Allerdings nicht nur dort. Auch die Belastung durch die Familie kann zum Burnout führen.

Das kann kein Zufall sein: „Diese Berufe wie auch das Elternsein haben mit Beziehung zu tun“, sagt Stefan Baier, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut aus Offenbach. Sie tragen eine hohe Verantwortung Menschen gegenüber, stehen häufig unter Dauerstress und Leistungsdruck und erleben menschliche Extremsituationen. Ein technischer Auftrag kann notfalls auch einen Tag später erledigt werden. Für Menschen Verantwortung zu übernehmen, die abhängig und bedürftig seien, lasse sich hingegen oft nicht aufschieben, sagt Baier.

Dass das Elternsein zur Bürde wird, erleben laut Experten in Folge dessen immer mehr Männer und Frauen. Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen, schätzt Matthias Burisch, Diplom-Psychologe und Leiter des Burnout Instituts Norddeutschland. Neben körperlichen Symptomen wie starker Erschöpfung oder nachlassender Konzentrationsfähigkeit spielen bei manchem Herz und Magen plötzlich verrückt.

Quelle: rp-online.de

Passagiere sitzen 16 Stunden in defektem Flugzeug fest. Und an Bord wird es kälter und kälter

Für rund 250 Menschen sollte es eigentlich ein normaler Flug von Newark im US-Bundesstaat New Jersey nach Hongkong werden, doch er endete in einer stundenlangen Tortur in eisiger Kälte, wie unter anderem der kanadische Fernsehsender CBC berichtet.

Wegen eines medizinischen Notfalls musste die Maschine vom Typ Boeing 777 am Samstagabend (Ortszeit) in der Stadt Goose Bay im Nordosten Kanadas zwischenlanden, 1700 Kilometer von Newark entfernt. Ein Passagier wurde dort von Rettungskräften in Empfang genommen und ins Krankenhaus gebracht.

Fluggäste hingen 16 Stunden fest

Für die übrigen Passagiere begann ein stundenlanger Aufenthalt. Ein technisches Problem habe den Weiterflug der Maschine verhindert, teilte die Fluggesellschaft United Airlines dem TV-Sender mit. Womöglich war eine Tür bei den eisigen Temperaturen festgefroren. Für die Fluggäste hieß dies: warten, warten, warten. 16 Stunden lang. 16 Stunden, in denen die Temperatur in dem Flieger immer weiter sank, schließlich lag die Außentemperatur in der Nacht bei bis zu minus 30

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Diese Karottensuppe stoppt den Durchfall

Moroschen Möhrensuppe

Wie Moro die Möhren entdeckte: Das Rezept hat der Kinderklinik Prof. Ernst Moro in jahr 1908 aus Heidelberg nach Hausmitteln kreiert. Damit sanken bei Kindern die Sterberate infolge Durchfallerkrankungen drastisch. Die Zubereitung gehörte lange zum Standard auf pädiatrischen Stationen, verlor dann aber durch Antibiotika an Bedeutung.Diese Suppe  hat schnelle Wirkung und keine Nebenwirkungen.

Karottensuppe(nach Moro): das Rezept

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ADAC: Das sind die Super-Campingplätze in Deutschland

115 Campingplätze in Europa haben im aktuellen ADAC-Ranking die Top-Empfehlung „5 Sterne“ erhalten

Wir sagen Ihnen, welche deutschen Campingparks darunter sind. Der ADAC hat die sogenannten „Super-Campingplätze“ für das Jahr 2019 gekürt. Unter den 115 top bewerteten Plätzen in Europa, liegen 16 in Deutschland.

Die Tester bewerten die Campingplätze besonderes zehn Bereichen. Wichtig sind dabei zum Beispiel die Anzahl und Qualität der Sanitäranlagen, Größe, Ausstattung, Pflege und Gestaltung des Geländes, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie, Freizeitangebote sowie Bademöglichkeiten. Das Prädikat wird immer für ein Jahr vergeben.

Das sind die ADAC-Super-Campingplätze in Deutschland

Schleswig-Holstein

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Schulterschmerzen:Sehnenriss, ja oder nein

Wird bei Schmerzen an der Schulter ein Sehnenriss übersehen, kommt es zu irreparablen Schäden – im schlimmsten Fall muss ein künstliches Gelenk eingesetzt werden.

Ärzte stellen häufig die Diagnose Schulterprellung, wenn auf dem Röntgenbild kein Bruch zu sehen ist.Es kann sich aber auch um einen Sehnenriss  handeln, der im Gegensatz zu einer Prellung operiert werden muss.Wenn ein Sehnenriss an der Schulter unbemerkt bleibt, kommt es zu irreparablen Schäden an der Rotatorenmanschette. Im schlimmsten Fall muss ein künstliches Schultergelenk eingesetzt werden.

Vier Muskeln halten Schultergelenk

Jede Bewegung des Oberarms im Schultergelenk wird über die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette

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Was Sie bei einem Zahnimplantat beachten müssen

]zahnimplant Eine Million künstliche Zähne werden hierzulande jedes Jahr implantiert. Angesichts der Optionen fällt die Wahl oft schwer. Ein Experte erklärt, wem der Eingriff hilft und welches Material sinnvoller ist.Denn Zahnimplantate bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Die statistische (klinische) Wahrscheinlichkeit, dass ein Implantat nach 10 Jahren immer noch intakt ist, liegt bei ca. 90% .

Vorteile von Zahnimplanten

Zahnimplantate bieten viele Vorteile und sind die beste Lösung gegenüber zur Brücken wobei die gesunden Zähne abgeschliffen werden müssen. Zahnimplantate bitten den Vorteil, dass die Zahnsubstanz der übrigen Zähne komplett erhalten bleibt.Dies mindert wiederum das Risiko von Infektionen und Karies.

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Wie gesund ist Bier?

Bier ist ein Lieblingsgetränk der Deutschen. Und durch seinen Gehalt an Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen auch supergesund. Oder nicht?

Bier hat zwar einige gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe, ist aber immer noch ein alkoholisches Getränk. Soll man nun auf Bier verzichten oder sich im Sinne der Gesundheit sogar öfter eines gönnen?

Die Meinungen zum Bier gehen weit auseinander. Es macht einen Bierbauch, enthält Schadstoffe und ist schlecht fürs Herz, sagen die einen, andere schwören auf Bier als Vitaminlieferant, Mittel zur Krebsvorbeugung und Stimmungsaufhellung.Außerdem Bier enthält alle wichtigen B-Vitamine, die der Mensch braucht. B2 (Riboflavin) und B6 (Pyridoxin), die in besonders hohen Dosen im Bier schwimmen, sind  essentiell für unseren Stoffwechsel.

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Warum Nierenprobleme häufig unbemerkt bleiben

Kranke Nieren beeinträchtigen den ganzen Körper. Zehn Prozent der Deutschen leiden an einer Erkrankung – ohne es zu wissen.Nieren entgiften, bilden Urin und regeln den Blutdruck, unter anderem. Und doch spürt man die lebenswichtigen Organe im unteren Rücken in der Regel ein Leben lang nicht. Auch nicht, wenn sie schon krank sind. Nieren haben wenige Schmerzfasern, rufen für sich genommen keine Symptome hervor  Ein Arzt erklärt, woran das liegt und auf welche Warnzeichen man achten soll.Diabetes und Bluthochdruck sind je für 20 bis 30 Prozent aller chronischen Nierenerkrankungen verantwortlich sagen die Experten.

Doch mindestens jeder zehnte Mensch

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Mit Rauchen aufhören: Nach der letzten Zigarette: So verbessert sich Ihre Gesundheit

Um mit dem Rauchen aufzuhören, braucht so mancher auch mal mehrere Anläufe. Dabei sind die Gefahren der Zigaretten für unsere Gesundheit längst bekannt. Wie sehr es der Körper dankt, wenn man trotz Entzugserscheinung und „innerem Schweinehund“ durchhält, erfahren Sie hier.

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Munddusche: Sinnvolle Alternative zu Zahnseide

Die Dusche für den Mund soll die Zahnhygiene erleichtern: Mithilfe des Apparats ist es möglich, auch kleinste Zahnzwischenräume zu reinigen, die mit der Zahnbürste oder Zahnseide nicht zu erreichen sind. Das Anwenden der Munddusche kann allerdings nicht die herkömmliche Zahnreinigung ersetzen. Die AOK Hessen informiert über die Vor- und Nachteile des Geräts.

Eine Munddusche ist ein Wasserstrahlgerät, das entweder an den Wasserhahn angeschlossen wird oder über einen eigenen Wassertank verfügt.
Der Druck des Wasserstrahls entfernt losen Zahnbelag und Speisereste von Zähnen und aus Zahnzwischenräumen. Bei vielen Geräten lässt sich die Stärke des Wasserstrahls regulieren. Zu Beginn sollte eine niedrige Stufe gewählt werden, um die Handhabung zu erlernen.
In der Regel wird die Munddusche ein- bis zweimal am Tag nach dem Reinigen mit der Zahnbürste verwendet.

Wann ist die Verwendung von Mundduschen sinnvoll?

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Royals: George Clooney ist besorgt: „Meghan wird verfolgt wie Diana“

Schauspieler George Clooney eilt offenbar Herzogin Meghan zu Hilfe. Der Hollywood-Star macht gerade Werbung für seine neue Serie „Catch-22“ und laut dem australischen Magazin „Who“ kam er dabei auch auf seine Freunde Prinz Harry und Meghan zu sprechen.

„Sie ist eine Frau, die im siebten Monat schwanger ist und sie wurde gejagt und verunglimpft und verfolgt auf die gleiche Weise wie Diana, die Geschichte wiederholt sich“, soll Clooney demnach gesagt haben. Auch dass ein Brief, den Meghan an ihren Vater geschrieben hat, an die Öffentlichkeit gelangte, sei für ihn unverständlich, so Clooney. Harrys Frau werde schlecht behandelt, das sei „unverantwortlich“, zitiert das Magazin den 57-Jährigen weiter.

Meghan Markle: Wiederholt sich Dianas Geschichte?

In den vergangenen Wochen und Monaten waren immer wieder Gerüchte aufgekommen, die Meghan in ein negatives Licht rückten. Unter anderem war ihr vorgeworfen worden, sie würde Angestellte durch ihr Verhalten vertreiben. Auch ein schlechtes Verhältnis zu Herzogin Kate, der Frau von Harrys Bruder Prinz William, war ihr unterstellt worden. Zudem sorgte Meghans eigene Familie immer wieder für Schlagzeilen, ihr Vater Thomas Markle sowie ihre Halbschwester Samantha äußerten sich wiederholt negativ über die Herzogin in der Öffentlichkeit.

Wird George Clooney Pate des Royal Babys?

Clooney war zusammen mit seiner Frau Amal bei der Hochzeit von Meghan und Harry im Mai 2018. Angeblich verriet er nun auch, ob er Pate des Babys der beiden wird. Zuerst scherzte er angeblich: „Oh ja, ich werde der Pate der Royals“, bevor er klarstellte: „Nein! Ich bin Vater von Zwillingen, ich habe genug zu tun.“ Tochter Ella und Sohn Alexander sind im Juni 2017 zur Welt gekommen.

Quelle:stern.de

Mukoviszidose: Miriam Maertens über ihren Alltag mit Spenderlunge: „Bin versessen auf dieses Leben“

Sie singen im Stück „Endstation Sehnsucht“ im Züricher Schauspielhaus gerade vier Lieder von Tom Waits. Ihre Stimme ist mal rau, mal zart, sie füllt den Raum. Sie bekommen dafür riesigen Applaus. Was bedeutet es für Sie, diese Stücke singen zu können?

Es ist unbeschreiblich schön. Ich liebe Musik, ich liebe es zu singen, seit ich ein kleines Kind war. Dass das jetzt geht ohne Barriere, ohne die Angst: „Hoffentlich schaffst du das“, ist ein einzigartiges Gefühl.

Vor sechs Jahren wurde Ihnen eine Spenderlunge transplantiert. Eine Operation, die Sie sehr lange herausgezögert haben.

So lange, bis ich wusste: Wenn ich das jetzt nicht riskiere, dann werde ich ganz sicher sterben. Nach der Transplantation sagte der Chirurg, so etwas habe er noch nie gesehen. Meine beiden Lungenflügel waren nur noch Fetzen. Vollkommen durchlöchert und kaputt. Damit habe ich quasi bis zur letzten Minute auf der Bühne gestanden. In meinem letzten Stück vor der Operation, „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek, wird aus der Sicht eines Entführers und Vergewaltigers erzählt, dass man jemandem alles nehmen kann – nur nicht die Luft zum Atmen. Eine merkwürdige Parallele. Jedes Mal dachte ich bei dieser Stelle: Es geht um mich!

Als Sie etwa ein Jahr alt waren, wurde bei Ihnen Mukoviszidose diagnostiziert. Eine sehr seltene, sehr tückische Krankheit. Der Körper produziert ein zähflüssiges Sekret, das sich bei Ihnen vor allem in der Lunge ausbreitete. Die Anfälligkeit für Entzündungen ist extrem hoch. Die Ärzte hatten, als Sie 1970 geboren wurden, zu Ihren Eltern gesagt, Sie würden kaum älter als fünf Jahre werden und ein sehr schweres Leben haben.

Und jetzt bin ich 48. (lacht). Ein Arzt hatte meinen Eltern sogar ernsthaft geraten, mich gleich in eine Pflegefamilie zu geben, andernfalls würde unsere Familie an der Last mit mir zerbrechen. Sie haben das natürlich nicht getan. Aber es muss ein Albtraum gewesen sein. Meine Mutter hat zum Glück eine sehr gesunde Einstellung zum Leben: Man lebt heute. Nicht in der Zukunft. Man macht jeden Tag das Beste daraus. Und: Wer weiß schon, ob die Ärzte recht haben?

Was wussten Ihre Eltern über Ihre Krankheit?

Nichts. Und das, obwohl sie zehn Jahre vor meiner Geburt meine kleine Schwester verloren hatten – sie starb an einem Darmverschluss, da war sie ein halbes Jahr alt. Es ist so gut wie sicher, dass sie auch Mukoviszidose hatte. Das ist eine Erbkrankheit, meine beiden Eltern sind Träger und ahnten nichts davon. Es war ja fast nichts bekannt über diese Krankheit, beim Tod meiner Schwester kam nicht mal der Verdacht auf, dass sie Mukoviszidose gehabt haben könnte. Aus meiner Sicht ist das durchaus ein Glück, denn wahrscheinlich wären weder mein Bruder Michael, der gesund ist, noch ich auf der Welt, wenn meine Eltern besser informiert gewesen wären.

Welche Therapie bekamen Sie?

Gar keine, null, die ersten elf Jahre lang. Mir wurde jeden Tag von meiner Mutter der Rücken abgeklopft, damit sich das Sekret löste und abfloss und ich es abhusten konnte, das war es. Da ist wertvolle Zeit verloren gegangen, in der viel Gewebe kaputt ging. Instinktiv haben meine Eltern und ich aber trotzdem viel richtig gemacht: Ich war viel draußen, ich bin gerannt, in der eiskalten Nordsee geschwommen, an der wir meistens einige Wochen im Jahr Urlaub machten. Ich war irrsinnig dünn und immer blass wie ein Geist – aber zum Glück haben meine Eltern mich nicht in Watte gepackt. Heute weiß man, dass es richtig ist, bei dieser Krankheit die Lunge und den Körper zu trainieren.

Was änderte sich, als Sie elf waren?

In der Haunerschen Kinderklinik in München hatten zwei hervorragende Ärzte eine Ambulanz für Mukoviszidose-Kranke gegründet – Karsten Harms und seine Frau Rose-Marie Bertele-Harms. Meine Mutter hatte das in einem Artikel gelesen und sofort Kontakt zu ihnen aufgenommen. Dort verbrachte ich sechs Wochen, ich nahm ungefähr zehn Kilo zu, mein Vater freute sich sehr und nannte mich anerkennend „dicke Puppe“. Von da ab gab es einen Plan für mich: Drei Stunden am Tag inhalieren gehörte dazu. Einen Liter Astronautennahrung musste ich in mich hineinschütten. Regelmäßige Antibiotika-Kuren, intravenös, waren Pflicht, da ich stets in Gefahr war, eine schwere Entzündung zu bekommen. Ich hatte zwei Ärzte, denen ich bedingungslos vertraute, das war mein großes Glück. Frau Bertele-Harms lebte nicht mehr, als meine Lunge 2012 ausgetauscht wurde. Aber als ich zwischen Leben und Tod schwebte, sah ich sie neben mir sitzen. Sie sagte: „Du schaffst das!“

Sie wurden nach der Schule Schauspielerin – für eine Mukoviszidose-Patientin ist das wirklich ungewöhnlich.

„Das ist komplett geistesgestört“, hat mein Bruder Michi mal dazu gesagt. Man probt in stickiger Luft. Man muss laut reden, herumrennen, die Lunge muss sehr viel arbeiten. Aber ich wollte das. Ich habe mit 17 Gesangsunterricht genommen, weil ich so wahnsinnig gerne singe, ich habe an Schauspielschulen vorgesprochen, ich wollte unbedingt ans Theater, wie so viele aus meiner Familie. Ich bin ja damit aufgewachsen: Mein Vater, der am Thalia Theater in Hamburg spielte, hat mich schon als kleines Mädchen zu Proben mitgenommen. Meine beiden Brüder, Kai und Michael, zog es auf die Bühne. Bei uns zu Hause wurde entweder über Fußball oder über Theater gesprochen, die Regale waren voll mit Büchern, in denen Aufführungen dokumentiert waren. Die Dramatischste von uns allen war übrigens meine Mutter – die als Einzige beruflich gesehen keine Schauspielerin war.

Sie führten ein Doppelleben. Nur sehr wenige wussten, dass Sie schwer chronisch krank sind.

Zu Hause, das war meine Krankheitshochburg. Man muss sich das wie bei einem Handy-Akku vorstellen. Nach spätestens sechs Stunden bekam ich kaum noch Luft. Ich musste Sauerstoff tanken und inhalieren, um das Sekret abzuhusten, das meine Lunge verstopfte. Ich habe früh gemerkt, dass ich das nicht schleifen lassen darf – wenn ich mich daran hielt, dann konnte ich bei den Proben und bei den Vorstellungen gut funktionieren. Meine Familie und auch meine Freundinnen und Freunde wussten natürlich, dass ich diese Krankheit habe. Sie mussten viel aushalten. Morgens war da nichts mit erst mal gemütlich Kaffee trinken: Zuerst musste ich ausgiebig ans Inhalationsgerät, das ein lautes schnarchendes Geräusch von sich gab.

Drei Stunden Therapie reichten dann nicht mehr.

In den Jahren vor der Transplantation ging mir immer schneller die Luft aus. Ich spürte schon nach kurzer Zeit, dass mir Sauerstoff fehlt. Meine Finger und Lippen wurden blau. Ich habe trotzdem geprobt und gespielt. Vorher und nachher bin ich sofort ans Gerät gerannt, zu Hause oder im Hotelzimmer. Immer öfter sagten mir die Ärzte, ich müsse mich jetzt sofort auf die Warteliste für eine Lunge setzen lassen. Ein Arzt am Transplantationszentrum in Großhadern sagte zu mir: „Sie können kein Theater mehr spielen. Sie können ja kaum noch atmen.“ Aber ich habe empört geantwortet: „Was wollen Sie denn? Ich kann Theater spielen und mich auch noch um meinen Sohn kümmern! Kommen Sie doch in eine Vorstellung, wenn Sie das nicht glauben!“ Da war der Sauerstoffgehalt in meinem Blut nach wenigen Schritten so weit abgesunken, dass ein normaler Mensch in Ohnmacht gefallen wäre.

Warum nahmen Sie das auf sich?

Ich bin ein widerspenstiger Mensch. Ich ordne mich nicht gerne unter. Und ich hatte Angst. Ich bin so versessen auf dieses Leben. Und ich wusste doch, dass eine Transplantation lebensgefährlich ist. Es kann sein, dass der Körper das fremde Organ abstößt. Ich kannte viele solche Geschichten. Ich habe Menschen gesehen, denen ging es nach einer Transplantation schlechter als mir in meinen schwersten Zeiten. Ich wollte mit meiner eigenen Lunge leben, so lange wie irgendwie möglich.

Sie haben 2001, damals waren Sie 30, ein Kind geboren. Nach einer Transplantation wäre das nicht mehr möglich gewesen, sagten Ihre Ärzte. Aber auch vorher wurde Ihnen streng abgeraten, schwanger zu werden.

Es kam der Tag, da wollte ich einfach unbedingt ein Kind bekommen. Ich habe es mir zugetraut. Ja, alle, auch meine beiden Vertrauensärzte in München rieten mir ab, verbaten mir geradezu eine Schwangerschaft. Ich weiß noch, wie ich zu Hause bei meinen Eltern in Hamburg auf dem Balkon bitterlich geweint habe, weil ich mir so sehr ein Kind wünschte. Meine Mutter ist daraufhin umgeschwenkt. Sie sagte: „Bekomme ein Kind, Miri, du schaffst es.“ Ich habe in München gelebt, während der Schwangerschaft war ich stundenlang mit meinem damaligen Hund im Englischen Garten, ich habe in tiefen Zügen frische Luft eingeatmet, alles getan, was man für seine Lunge nur tun kann. Joshua ist heute 17. Ich bin unendlich dankbar, dass es ihn in meinem Leben gibt.

Die Entscheidung für die Transplantation ging dann schnell …

Plötzlich war der Zeitpunkt da, an dem ich wusste: Ich kann nicht mehr. Frau Bertele-Harms hatte vor vielen Jahren einmal zu mir gesagt: „Du wirst merken, wenn der richtige Moment gekommen ist. Dann, wenn du es nicht mehr bis zum nächsten Baum schaffst.“ Es war so weit. Ich ließ mich – nach vielen Untersuchungen, ob ich überhaupt geeignet für eine solche Transplantation war – auf die Warteliste setzen. Ab diesem Moment trug ich ein Handy mit mir herum, das nur aus einem einzigen Grund klingeln würde: Wenn man ein Organ für mich haben würde. Ich war gerade mit „FaustIn and out“ für ein Gastspiel in Berlin. Es war fast Mitternacht, ich lag im Hotelbett, es ging mir so schlecht, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, am nächsten Abend aufzutreten. Da klingelte es. Die Stimme sagte: „Wir haben ein passendes Organ für Sie.“ Ich packte. Mein Bruder Kai hatte auch gerade eine Verpflichtung an einem Theater in Berlin. Ich rief ihn sofort an. Er kam mit. Wir wurden nach München geflogen. Mein Bruder Michi kam mit einer sehr guten Freundin von mir aus Zürich parallel mit dem Auto angefahren. Als wir in München am Transplantationszentrum standen, wurden wir gefragt: „Wer von Ihnen ist denn die Patientin?“ Darüber muss ich heute noch lachen. Ich war fast tot – aber man sah mir das nicht an.

Welchen Schluss ziehen Sie daraus?

Dass Körper und Kopf zusammen gehören. Man kann über den Kopf, über den Willen sehr viel steuern – sogar dann, wenn der Körper eigentlich vollkommen kaputt ist. Aus schulmedizinischer Sicht schien es einfach unmöglich, dass ich so kurz vor einer Lungentransplantation nicht Tag und Nacht an einem Sauerstoffgerät hing.

Wie ging es weiter?

Die Operation dauerte etwa sieben Stunden. Es folgten drei Wochen Krankenhaus und fünf Wochen Reha – das ist ein rekordverdächtig schneller Verlauf. Dann durfte ich nach Hause. Das klingt nicht so dramatisch, aber es war ein Höllenritt. Ich fühlte mich existenziell kraftlos. Die Angst, dass mein Körper das Organ abstoßen würde, war immens. Mein Immunsystem musste mit enormen Medikamentendosen unterdrückt werden, damit es nicht zu dieser Abstoßung kommen würde. Ohne meine Familie hätte ich den Mut verloren.

Wie sind Sie mit der Situation umgegangen?

Ich habe die Kontrolle übernommen, bis ins letzte Detail, so wie vorher auch schon. Ich bin der Inbegriff einer aufgeklärten Patientin – im guten wie im schlechten Sinne. Wenn der Arzt mir 7,5 Gramm Kortison verschrieb und die Krankenschwester mir zehn Gramm brachte, habe ich mich geweigert, das zu nehmen. Wenn mir diese unglaublichen Fuhren an Medikamenten eine Stunde zu früh in die Venen geleitet werden sollten, habe ich Alarm gemacht. Meine Nieren waren strapaziert genug. Ich wollte auf keinen Fall riskieren, dass sie kaputtgehen.

Welche Einschränkungen haben Sie heute noch, sechs Jahre nach der Transplantation?

Ich muss auf die Minute genau alle zwölf Stunden Immunsuppressiva nehmen, lebenslänglich. Bei einem Gastspiel in Shanghai war das zum Beispiel schwierig wegen der Zeitverschiebung – ich habe mir um halb fünf Uhr morgens den Wecker gestellt. Ich muss aufpassen, dass ich mich nirgends anstecke, da meine Abwehrkräfte künstlich geschwächt sind. Wenn irgendwo gehustet wird, bin ich sofort weg. Im Flugzeug trage ich im Winter einen Mundschutz, weil da so viele Viren sind.

Haben Sie Angst vor der Zukunft?

Die gibt es. Natürlich. Dass dieses Spenderorgan arbeitet, bis ich uralt bin, ist unwahrscheinlich. Die Zeit einer möglichen akuten Abstoßung ist vorbei. Aber es kann zu einer chronischen Abstoßung kommen. Ich verdränge das. Was bedeuten schon Prognosen? Bisher habe ich alle ausgehebelt. Alle fünf Monate muss ich zur Kontrolle. Wenn die Lungenfunktionswerte bei mir absinken sollten, müsste ich mit dem Arzt besprechen, was zu tun ist. Meine Welt ist im Plus – das ist am wichtigsten. Ich lebe, ich liebe, ich singe, ich schwimme in der eiskalten Nordsee, ich nutze die Zeit. Ich hatte einmal das Gefühl, im Gefängnis zu sein – mit dieser Entwicklung: Erst Doppelzimmer dann Einzelzimmer, dann Isolationshaft. Jetzt bin ich wieder frei. Das bedeutet mir alles auf der Welt. Das mache ich mir nicht durch ständige Sorgen kaputt.

Denken Sie darüber nach, von wem das gespendete Organ stammt?

Ich weiß nicht, von wem es ist. Das zu erfahren ist nicht möglich, deshalb grüble ich darüber nicht nach. Ich wünsche mir, dass Menschen, die einen geliebten Angehörigen verloren haben, mein Buch lesen und an meinem Beispiel erkennen, welches große Glück ein gespendetes Organ bedeuten kann. Auch wenn ich nicht weiß, wie lange sie bei mir bleiben wird – für mich bedeutet meine neue Lunge, dass ich meinem Spender und seinen Angehörigen wahnsinnig dankbar bin und jeden Tag als Geschenk betrachte. Am liebsten verabrede ich mich 17-mal am Tag, ich mache sogar kein Mittagsschläfchen mehr, wie früher, um möglichst keinen Funken Leben zu verpassen.

Zigarettenwerbung: „Jede Zigarette ist schädlich, deshalb brauchen wir ein Tabakwerbeverbot“

Deutschland ist das einzige Land in der EU, in dem Werbung für Tabak und Zigaretten noch erlaubt ist. Doch das könnte sich womöglich bald ändern – der Ruf nach einem Werbeverbot wird immer lauter. Im Internet, Rundfunk und Fernsehen sowie in Zeitschriften ist Werbung für Tabakerzeugnisse bereits verboten. Auf Außenflächen wie beispielsweise Plakatwänden oder Litfasssäulen jedoch ist sie noch erlaubt, ebenso wie im Kino nach 18 Uhr.

Mehr als 50.000 Menschen haben sich in einer Petition, die an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), übergeben wurde, für ein komplettes Tabakwerbeverbot ausgesprochen. Auch politisch kommt Bewegung in die festgefahrene Diskussion. Die Fachpolitiker der Union im Bundestag einigten sich weitgehend darauf, dass die bestehenden Beschränkungen auch auf Außenwerbung ausgeweitet werden sollen. Bislang hatten die Unionsparteien das – vor allem unter dem früheren Fraktionschef Volker Kauder – strikt abgelehnt.

Experten fordern seit Jahren, Tabak-Reklame zu unterbinden. Im stern-Interview erklärt Psychologe und Suchtforscher Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung Nord in Kiel, warum Tabakwerbung vor allem für Jugendliche gefährlich ist, was aus seiner Sicht für ein komplettes Verbot von Tabakwerbung spricht und warum auch E-Zigaretten und Shishas keineswegs harmlos sind.

Suchtforscher : „Zigarettenwerbung kommt bei Jugendlichen gut an“

Herr Hanewinkel, Sie haben viel zur Wirkung von Tabakwerbung geforscht und setzen sich seit langem für ein Verbot ein. Hat Werbung für Zigaretten tatsächlich eine so starke Wirkung?

Über einen längeren Zeitraum haben wir Jugendliche verfolgt und geschaut, wer zu rauchen beginnt. Das ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Freundeskreis, der Persönlichkeit oder eben der Werbung. Wir haben mehreren tausend Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, Werbebilder vorgelegt und sie gefragt, wie oft sie die Werbung schon gesehen haben und ob sie die Marke kennen. Den Markennamen hatten wir vorher digital entfernt. Zweieinhalb Jahre später hatten Jugendliche, die viele Werbungen gesehen und erkannt hatten, ein deutlich höheres Risiko, mit dem Rauchen zu beginnen.

Welche Merkmale machen Zigarettenwerbung so attraktiv?

Viele Jugendliche beginnen in der Pubertät zu rauchen – in einer Phase, in der sie unsicher sind und sich von den Eltern lösen wollen. Die Werbebilder suggerieren Unabhängigkeit, Erwachsensein, Selbstständigkeit, Geselligkeit, die Models sind sexy. Die Zigarettenwerbung sagt durch die Blume: Wenn du zum Glimmstengel greifst, bist du erwachsen, unabhängig, erfolgreich und sexy. Das kommt in dieser Phase natürlich gut an.

Werden Jugendliche nicht eher durch Altersgenossen oder Familienmitglieder zum Rauchen verführt als durch Werbung?

Ob man zu rauchen beginnt, hängt unter anderem davon ab, wie alt jemand ist, welchen Schultyp er besucht oder zu welcher sozialen Schicht das Elternhaus gehört. Da spielt auch das Rauchverhalten der Eltern und Freunde eine Rolle. In unseren Untersuchungen sind die stärksten Faktoren die Risikobereitschaft der Jugendlichen und der Einfluss des Freundeskreises. Wenn ich mich in einer Gruppe bewege, in der Rauchen normal ist, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich auch damit anfange. An Gymnasien wird deutlich seltener geraucht als an anderen Schulen. Es bleibt aber auch der Einfluss der Medien übrig – nicht als einziger Faktor, aber zusammen mit anderen Faktoren hat Werbung eine große Wirkung, wenn es um das Rauchen geht.

Die Gefahren von Nikotin sind mittlerweile hinreichend bekannt, auch in Schulen wird darüber aufgeklärt

Es gibt tolle Erfolge bei der Aufklärung. Aber zu dem Rückgang der Raucherzahlen haben auch maßgeblich die Nichtraucherschutzgesetze beigetragen. Die Preise sind deutlich gestiegen, das Alter, ab dem man Zigaretten kaufen kann, wurde von 16 auf 18 Jahre hochgesetzt, auch die Rauchverbote wurden als Erstes an Schulen durchgesetzt. Es gibt allerdings auch neue Produkte, die auf den Markt drängen – zum Beispiel die Shisha. Da gibt es noch erhebliche Fehlwahrnehmungen.

Wenn ich in Schulen unterwegs bin, höre ich oft: Bei der Shisha wird der Rauch durch das Wasser gefiltert. Das stimmt aber nicht, sondern durch das Abkühlen habe ich weniger Reizung beim Rauchen, weniger Husten, man kann tiefer inhalieren. Eigentlich ist das der gegenteilige Effekt. Dort und auch bei den neuen E-Zigaretten ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

Würden Sie also auch für ein Werbeverbot für E-Zigaretten plädieren?

Bei unserer Untersuchung hat sich gezeigt, dass Jugendliche, die viel Werbung für E-Zigaretten gesehen haben, auch eher anfangen, E-Zigaretten zu dampfen. Und nicht nur das: Sie konsumieren auch häufiger andere Nikotinprodukte. Jugendliche, die das eine Produkt ausprobieren, rauchen auch das andere. Und da für E-Zigaretten damit geworben wird, dass sie weniger Schadstoffe enthalten, denkt sich auch der Gymnasiast eher: Das kann ich doch auch mal probieren. Untersuchungen legen nahe, dass man im weiteren Lebenslauf oft auf konventionelle Zigaretten umsteigt, wenn man zunächst E-Zigaretten geraucht hat. Am Anfang sind es noch die sozialen Faktoren wie der Freundeskreis, die eine Rolle spielen, aber irgendwann ist man abhängig vom Nikotin.

Die Richtlinien für Tabakwerbung sind schon relativ streng. Doch während Tabak der Kampf angesagt wird, ist zum Beispiel Werbung für Alkohol allgegenwärtig. Und bei Fußballübertragungen werden ständig Werbespots für Wettanbieter eingeblendet. Sollte dort auch über ein Verbot nachgedacht werden?

Bei Alkoholwerbung laufen Sie bei mir offene Türen ein. Zum Beispiel passen Sport und Alkohol für mich überhaupt nicht zusammen. Warum muss die Arena auf Schalke Veltins-Arena heißen? Diese Kombination finde ich befremdlich. Daher befürworte ich Werbeeinschränkungen beispielsweise für den Sportbereich. Einen großen Unterschied gibt es jedoch zum Rauchen: Jede Zigarette ist schädlich. Das Rauchen fügt erwiesenermaßen dem Körper den meisten Schaden zu. Beim Alkohol haben geringere Mengen im erwachsenen Alter in der Regel keine schädlichen Auswirkungen.

Deutschland ist das einzige EU-Land, das Zigarettenwerbung noch erlaubt. Warum ist das so?

Gute Lobbyarbeit der Tabakindustrie – anders lässt sich das nicht erklären. Vor allem einzelne Personen in der CDU/CSU haben das Vorhaben gebremst. Selbst die Kanzlerin ist für ein Verbot gewesen, es gab bereits einen Gesetzentwurf in der letzten Legislaturperiode, der im Bundestag aber nicht verabschiedet wurde. SPD, Grüne und auch weite Teile der CDU unterstützen das Tabakwerbeverbot.

Für wie wahrscheinlich halten Sie ein Werbeverbot?

Ich hoffe, dass es diesmal tatsächlich kommt. Ich befürchte allerdings, dass man sich lediglich auf den veralteten Text des WHO-Tabakrahmenübereinkommens zurückzieht, in dem es nur um klassischen Tabak geht. Das könnte für die E-Zigaretten ein Schlupfloch sein. Insgesamt bin ich aber optimistisch, dass jetzt, wo die Diskussion wieder aufgeflammt ist und sich auch die CDU bewegt, etwas passieren kann.

Quelle  stern.de

50. Jahrestag: Das Drama um die erste Herztransplantation in Deutschland: Der Patient, der nur 27 Stunden lebte

Es war ein Durchbruch – und eine Niederlage zugleich. Vor 50 Jahren gelang einem Team um den Münchner Arzt Rudolf Zenker die erste Herztransplantation in Deutschland. Die Operation sei „programmgemäß“ verlaufen, meldete Zenker kurz danach. Das fremde Herz war in der Brust des Patienten erfolgreich zum Schlagen gebracht worden. Doch 27 Stunden später war der Patient tot. Zenker trat kurz angebunden vor die Presse und verlas eine Stellungnahme. Er nannte die Organverpflanzung einen Misserfolg und verließ den Saal.

Dennoch war der 13. Februar 1969 ein historisches Datum für die deutsche Transplantationsmedizin. Der erste Durchbruch war Christiaan Barnard im südafrikanischen Kapstadt am 3. Dezember 1967 gelungen, als er das weltweit erste Herz verpflanzte. International hatten sich mehrere Teams auf den Schritt vorbereitet, den Barnard als erster wagte. Auch sein erster Patient überlebte nur 18 Tage. 

Das Herz war bei dem Unfall beschädigt worden

„Es war alles sehr früh“, sagt Bruno Reichart, der 1971 Assistent bei Zenker und Mitte der 1980er Jahre in Kapstadt Nachfolger von Barnard wurde. Voraussetzung für die Transplantationen war die Entwicklung der Herz-Lungen-Maschine. Doch die Möglichkeiten im OP wie auch in der Diagnostik waren im Vergleich zu heute begrenzt. „Man muss dem Schritt großen Respekt zollen, dass man es gemacht hat“, sagt Reichart. Die Ärzte hätten nichts falsch gemacht. Sie seien bestens vorbereitet gewesen. „Es war für sie schwer zu verkraften. Sie haben nicht gern darüber gesprochen“, erinnert er sich. 

Die Chirurgen Werner Klinner und Fritz Sebening mit einem rund 30-köpfigen Team unter Zenkers Leitung hatten die OP akribisch geplant. Der 36-jährige Patient war todkrank. Der komplizierte Eingriff glückte. Doch das fremde Herz pumpte nicht richtig. Es stammte von einer tödlich verunglückten 39-Jährigen und war – für die Ärzte damals nicht feststellbar – bei dem Unfall verletzt worden. Die Obduktion nach der gescheiterten Operation ergab, dass sich an einem kleinen Riss in der hinteren Herzkranzarterie ein Blutpfropf gebildet hatte, der zum Tod des Herzpatienten führte. 

Herz 2

Zwischen Barnards erster Operation und dem Münchner Eingriff waren weltweit gut 100 Herzen verpflanzt worden. Die Ergebnisse waren niederschmetternd. Nur ein Patient, operiert von Barnard, erlebte den Jahrestag der OP. „Die ersten Herztransplantationen lösten eine Welle an Organverpflanzungen aus, die jedoch allesamt nicht längerfristig erfolgreich waren“, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), Wolfgang Harringer. 

Niederschmetternde, erste Resultate

In Deutschland starben auch der zweite und der dritte Patient nach der Transplantation. „Die Erfahrungen waren weltweit die gleichen: dass es nicht klappte“, sagt Reichart. Insbesondere die Medikamente gegen die Abstoßung des fremden Organs waren nicht ausgereift. 

Sehr wenige Ärzte, unter ihnen Barnard und der US-Chirurg Norman Shumway, operierten weiter, mit leicht steigendem Erfolg. Die meisten schreckten zurück. „Die Ressourcen für Operationen waren knapp. Viele sagten: Lasst uns das machen, wo die größte Not ist“, beschreibt Reichart die Stimmung. In manchen Kliniken galt ein Moratorium.

In Deutschland griff nach mehrjähriger Pause im Mai 1981 ein Team um den Münchner Chirurgen Sebening am Deutschen Herzzentrum als erstes wieder zum Skalpell. Neue Medikamente, die zur Vermeidung der Abstoßung nicht mehr das komplette Immunsystem blockierten, brachten nun bessere Erfolge. Auch andere Herzzentren wagten den Eingriff. 

1983 nahm Reichert in München die erste Herz-Lungen-Transplantation in Deutschland vor. 1997 verpflanzte er erstmals bundesweit Herz, Lunge und Leber gleichzeitig. Diese Patientin lebte danach elf Jahre – ein Zeichen für die Fortschritte in der Transplantationsmedizin. 

Patienten können heute Jahrzehnte mit einem Spenderherz überleben

Inzwischen ist die Herztransplantation eine anerkannte Behandlung für schwerkranke Menschen. Laut Deutscher Stiftung Organtransplantation (DSO) transplantieren Ärzte in Deutschland pro Jahr an die 300 Herzen. Seit 1963 wurden mehr als 13.000 Herzen verpflanzt. Nach drei Jahren schlagen Studien zufolge noch 70 Prozent der Herzen im Empfänger, nach zehn Jahren 60 Prozent. Viele Patienten überleben Jahrzehnte. Für Aufsehen sorgte der Extremsportler Elmar Sprink, der seit 2012 mit Spenderherz lebt und seitdem vier Mal ein Ironman-Rennen absolvierte.

Bis heute sterben aber viele Patienten, bevor sie ein Organ bekommen. Die Warteliste ist lang. Mehr als 700 Menschen hoffen laut DSO in Deutschland auf ein Herz. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Zahl der Spenderorgane mit neuen gesetzlichen Regelungen steigern. Auch Ärzte fordern neue Wege. „Wir sprechen uns deutlich für die Widerspruchslösung im Zusammenhang mit der Organspende aus, wie sie beispielweise bereits in Österreich gesetzlich geregelt ist“, sagt der Herzchirurg und DGTHG-Präsident Harringer.  

Option Tierherzen?

Bisher ist das menschliche Herz nicht ersetzbar. Ein Kunstherz, dessen Antrieb der Patient als Köfferchen mittragen muss, gilt als Übergangslösung. Hoffnungen ruhten schon früh auf einer anderen Lösung: Tierherzen. Ärzte experimentierten erfolglos mit Affenherzen.

Aussichtsreich ist die Forschung mit gentechnisch veränderten Schweineherzen, die Reichart vorantreibt. Gerade haben er und sein Team einen Meilenstein erreicht: Ein Pavian mit Schweineherz überlebte ein halbes Jahr, ehe der Versuch beendet wurde. Bis das erste Schweineherz in einem Menschen schlagen kann, werden aber Jahre vergehen. Klinische Studien könnten laut Reichart frühestens in drei Jahre beginnen – eine Hoffnung für Patienten in fernerer Zukunft.

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Spoil Islands: Floridas Umweltschützer fordern Touristen auf: Nehmt eure Fäkalien wieder mit!

Die Indian-River-Lagune ist eine Inselgruppe in der Nähe von Florida, die sich wegen ihrer Naturbelassenheit bei vielen Touristen großer Beliebtheit erfreut. Mehr als 4300 Pflanzen- und Tierarten gibt es dort – unter anderem Delfine und Pelikane. Paddler fahren gern auf die Inseln, um dort zu picknicken oder zu fischen.

Doch es gibt ein großes Problem auf den sogenannten Spoil Islands: menschliche Fäkalien. Denn zur Naturbelassenheit gehört eben auch, dass es dort keine Toiletten gibt. Wer sein Geschäft verrichten muss, tut dies in freier Wildbahn und gefährdet so die Umwelt mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt.

Spoil Islands bei Florida: Großes Problem mit menschlichen Fäkalien

Die Abteilung für Umweltschutz in Florida sah sich deshalb gezwungen, eine drastische Aufforderung auszusprechen: Die Besucher der Insel sollen bitte ihren Kot nicht mehr dort hinterlassen. „Wir haben auf den Spoil Islands ein großes Problem mit menschlichen Fäkalien“, sagte Emily Dark von der Umweltschutzbehörde dem Portal „TCPalm“. Normalerweise wäre ein solches Problem zwar eklig, würde sich aber mit der Zeit von selbst lösen, weil der Kot kompostiert wird. Durch die besondere Beschaffenheit der Erde auf den Spoil Islands passiere das aber nicht. Besonders schlimm sei es, wenn es regne, erzählt Dark: „Dann wird alles in die Lagune geschwemmt.“

Es ist aber nicht nur der menschliche Abfall, der die wunderschöne Natur verschmutzt – er kommt noch erschwerend hinzu zu dem ganz normalen Müllproblem, das die Spoil Islands genau wie viele andere touristischen Ziele haben. „Zigarettenkippen, Essensverpackungen, Getränkeflaschen, Plastik, Angelleinen“, zählt Emily Dark auf: „Dieser Müll sorgt nicht nur für Schmutz auf der Insel, sondern kann auch gefährlich für die Tiere werden.“Insta

Abhilfe soll eine relativ einfache Lösung schaffen: Man nimmt seinen Müll einfach wieder mit, den industriell hergestellten ebenso wie den vom menschlichen Körper ausgeschiedenen. Die Umweltschutzbehörde empfiehlt den Besuchern der Insel, spezielle Tüten mitzubringen, die ähnlich wie ein Katzenklo funktionieren und den Geruch neutralisieren. Dann haben hoffentlich noch viele Touristen für lange Zeit etwas von der wunderbaren Natur auf den Spoil Islands.

Quellen: „TCPalm“ / „USA Today“

Brückentage 2019_9.10

User packen aus: Das sind die schlimmsten Dinge, die sich stern-Leser von Ärzten anhören mussten

In vertraulichen Gesprächen mit dem Arzt trifft dieser gegenüber dem Patienten nicht immer den richtigen Ton. Was dabei so alles schief gehen kann, hat ein sehr erfolgreicher und viel diskutierter Reddit-Thread in den letzten Tagen gezeigt. Tausende User teilten dort ihre negativsten Erlebnisse, die sie mit Ärzten gemacht haben. Konkret ging es um „schlimme Dinge“, die sich Patienten von Medizinern anhören mussten.

Was Reddit-User erlebt haben, lest ihr hier. 

Als wir den Artikel mit den Reddit-Geständnissen auf der Facebookseite des stern gepostet haben, sammelten sich darunter in wenigen Stunden hunderte Kommentare. stern-Leser haben ebenfalls ihre Negativ-Erlebnisse mit Medizinern geteilt. Eine Auswahl der schlimmsten Dinge, die sich stern-Leser von Medizinern anhören mussten, zeigen wir hier.

„Stellen Sie sich bei Ihrem Freund im Bett auch so an?“

Eine Userin berichtet, dass eine Gynäkologin an ihrem entzündeten Kaiserschnitt rumdrückte. Als sie deshalb schmerzbedingt aufstöhnte, bekam sie die freche Frage „Stellen Sie sich bei Ihrem Freund im Bett auch so an?“ von der Ärztin zu hören. Zwei Tage später habe sie dann tatsächlich nochmal am Kaiserschnitt operiert werden müssen. 

Was passieren kann, wenn Mediziner die Probleme ihrer Patienten nicht ernst nehmen, berichtet ein andere stern-Leserin. Sie schreibt, dass sie mit 19 Jahren wegen einer linksseitigen Gesichtslähmung zum Arzt gegangen sei. Doch es sein kein MRT oder ähnliches gemacht worden. Stattdessen sei sie mit den Worten „Mache sie die vielen Piercings aus dem Gesicht, dann haben sie auch keine Lähmungserscheinungen“ nachhause geschickt worden. Wie die Userin weiter berichtet, sei bei ihr 13 Jahre später eine chronische Hirnerkrankung diagnostiziert worden. Auch die Lähmung vor über zehn Jahren sei eine Folge davon gewesen. 

Wenn Patienten Ärzte zu Behandlungen drängen – und Recht haben

Einen besonders drastischen Fall schildert eine weitere Nutzerin in wenigen Worten. Sie sei mit ihrem Vater, der schneller als gewohnt aus der Puste war, zum Arzt gegangen. Nach Meinung des Hausarztes war der Mann aber fit. Die beharrliche Tochter pochte allerdings auf einen Lungenfunktionstest. Das Ergebnis: Lungenkrebs im Endstadium. 

Manchmal posten User auch sehr kurze – und trotzdem sehr schlimme – Erfahrungen. So erinnert sich eine stern-Leserin an einen Besuch beim Kinderarzt. Dieser habe ihr folgenden Satz mit auf den Weg gegeben: „So langsam wird es dann Zeit, in die Höhe und nicht mehr in die Breite zu wachsen.“ 

Ein Nichtraucher hat nach eigener Darstellung etwas sehr Kurioses erlebt. So soll ihm ein Mediziner bei seinem Arztbesuch gesagt haben, dass er nicht so viel rauchen solle. Der Arzt hatte selbst eine Schachtel Zigaretten auf seinem Tisch liegen.

„Sie sind ja auch nicht gerade eine Elfe!“

Scannt man die Facebook-Kommentare, fällt schnell auf, dass besonders häufig übergewichtige Menschen stigmatisiert werden. Eine Frau mit Bandscheibenvorfall bekam zum Beispiel zu hören, dass sie „auch nicht gerade eine Elfe“ sei. 

Eine andere Userin berichtet, dass sie in einer Notaufnahme abgewiesen worden sei – wegen ihres Gewichts. Man habe zu ihr gesagt: „Mit dem Gewicht behandele ich sie nicht!“

Auch wenn es um das Alter geht – bei vielen Menschen ja ohnehin ein sensibles Thema – legen offenbar nicht alle Ärzte das nötige Feingefühl an den Tag. So berichtet ein Facebook-User, dass er mit hohen Blutdruck in eine Klinik gegangen sei. Daraufhin entgegnete der Arzt: „In ihrem Alter kann man auch schon daran sterben.“ Der User ist 54 Jahre alt.FB-Post des sternDie mit weitem Abstand meisten Reaktionen hat die (traurige) Geschichte einer stern-Leserin bekommen, die von einem Brustkrebsfall berichtet. Eine Frauenärztin habe bei der Schwester der Userin eine verhärtete Drüse in der Brust ertastet. Doch die Gefahr sei nicht erkannt worden. Sie sei schließlich erst 28 Jahre alt und das sei „schon nichts Ernstes“.

Vier Monate später wurde dann schließlich Brustkrebs, der schon gestreut hatte, diagnostiziert. Traurige Pointe der Geschichte: Nur zwei Monate später sei die Schwester an den Folgen der Krankheit gestorben. Vor der Krebs-Diagnose sei die Schwester noch bei zahlreichen Ärzten wegen Rückenschmerzen gewesen. Doch man habe der (übergewichtigen) Frau nur gesagt, dass sie „ein wenig abnehmen sollte“. Zu dem Zeitpunkt, so berichtet es die Frau auf Facebook, hatten die Metastasen das Rückenmark längst befallen.

Es gibt auch Verständnis für „ehrliche“ Aussagen von Ärzten

Viele der Kommentare zeigen, dass es – und das ist nichts Neues – häufig sinnvoll ist, sich bei Ärzten eine zweite Meinung einzuholen. Trotzdem gibt es unter den Kommentatoren auf unserer Facebook-Seite auch Unterstützer „ehrlicher“ Aussagen von Ärzten. Ein User schreibt zum Beispiel, dass es doch gut sei, wenn Ärzte ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen die Wahrheit aussprechen – auch, wenn die manchmal schmerzhaft ist. Eine andere stern-Leserin fragt, wann der Bericht, mit den „schlimmsten Dingen, die sich Ärzte von Patienten anhören mussten“, kommt. Die Liste wäre sicherlich auch lang.

One List One Life Bucketlist Krebs

WHO-Bericht: Masernfälle in Europa haben sich in nur einem Jahr verdreifacht

Mit Masern haben sich im vergangenen Jahr in der Europa-Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so viele Menschen angesteckt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Fälle stieg 2018 auf das Dreifache, berichtete das europäische WHO-Büro. Verglichen mit 2016 hätten sich sogar 15-mal so viele Menschen angesteckt. 2016 war ein Niedrigrekord bei den Ansteckungen verzeichnet worden. Erst vor wenigen Tagen hatte die WHO erklärt, dass die zunehmende Zahl von Impfgegnern in Industriestaaten eines der größten Gesundheitsrisiken der Welt sei. 

WHO warnt Impfgegner sind GesundheitsrisikoIn Deutschland war der Trend den Angaben zufolge gegenläufig: Nach gut 900 Masern-Fällen 2017 wurden im vergangenen Jahr nur gut 500 Fälle gemeldet. In den 53 Ländern der Region hätten sich 2018 fast 82.600 Menschen mit Masern angesteckt – 72 Kinder und Erwachsene seien daran gestorben, berichtet die WHO. Sie zählt zu der Region neben der EU auch Russland, die Türkei, Israel und die in Asien liegenden Länder Usbekistan und Aserbaidschan. 

53.000 Fälle in der Ukraine

Mit Abstand am schwersten betroffen war die Ukraine mit über 53.000 Fällen. Mehr als 2000 Fälle meldeten auch Serbien (5076), Israel (2919), Frankreich (2913), Russland (2256), Italien (2517), Georgien 2203) und Griechenland (2193). Zwar seien in der Region im vergangenen Jahr gleichzeitig auch so viele Menschen gegen Masern geimpft worden wie nie zuvor. Aber es reiche noch nicht, sagte die Direktorin des Regionalbüros, Zsuzsanna Jakab. „Wir müssen mehr tun und unsere Sache besser machen, um jede einzelne Person vor Krankheiten zu schützen, die leicht vermieden werden können.“ Das Virus kann das Gehirn befallen und ist deshalb lebensgefährlich. Die WHO will die Masern weltweit eliminieren.Pocken Pockennarbe _17.00

Baltikum Meer: Das sind die schönsten Kreuzfahrtziele in der Ostsee

Entdecken Sie Polen, Russland, das Baltikum und Skandinavien per Schiff

Die Ostsee zählt zu den wichtigsten Gewässern für Kreuzfahrten in Europa. Seit Ende der „92 er Jahre und der Öffnung Osteuropas ist das Mare Balticum  ein europäisches Meer geworden. Berühmte Hafenstädte, Jahrzehnte nicht oder nur schwer für Touristen zu erreichen waren, können nun ohne Hindernisse besucht werden.Zum Beispiel Tallinn, St. Petersburg und Danzig sind ebenso eine Reise wert wie die skandinavischen Metropolen Kopenhagen, Stockholm und Helsinki. Kein Wunder also, dass Kreuzfahrten auf der Ostsee seit der Öffnung des Eisernen Vorhangs einen Boom erleben. Die Ostsee gilt unter den Reedereien als das Revier mit dem größten Potenzial für die nächsten Jahrzehnte. Aktuell sind etwa 50 000 Deutsche jährlich per Kreuzfahrt auf der Ostsee unterwegs, Tendenz steigend. Sie wandeln auf den Spuren der Wikinger, treffen auf großartige Zeugnisse der Hansezeit und sehen den Prunk, mit dem die großen Königshäuser Europas ihre Metropolen herausgeputzt haben. Die Kreuzfahrt ist für den Ostseeraum die vielleicht schönste Reiseform, um diese interessanten Städte mit ihren prachtvollen Bauten kennen zu lernen.

Eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff hat seinen ureigenen Rhythmus. Sind keine langen Strecken mit Seetagen zu überwinden, legen die Ozeanriesen am frühen Morgen im Hafen an. Dann bleibt tagsüber viel Zeit, die Orte auf eigene Faust zu entdecken, ehe es nachmittags zurück an Bord geht und es wieder heißt: Leinen los zum nächsten Hafen.

Doch was erwartet einen am nächsten Ort? Wird das Kreuzfahrtschiff weit vor den Toren der Stadt in einem Industriehafen oder direkt an einer Pier in der Altstadt anlegen? Dann lässt sich die Stadt auf eigene Faust am bestens zu Fuß erkunden und auf einen organisierten Ausflug per Reisebus kann verzichtet werden.